WIE ÄUSSERN SICH ALLERGIEN?

    Anbei eine Aufzählung der häufigsten Allergien, dernen Symptome und mit welchen Therapien man diese erfolgreich behandeln kann.

    Arzneimittelallergien

    Medikamente können Allergien auslösen. Darunter sind als häufigster Auslöser Schmerzmittel und Antibiotika zu nennen. Auch bei allem Segen, die wir durch Arzneimittel erfahren, ist es durchaus möglich, dass sie in einigen Fällen zu heftigen Unverträglichkeiten beitragen, die durchaus lebensgefährlich werden können. Da diese unerwünschten Nebenwirkungen nicht unbedingt vorhersehbar sind und eine Unverträglichkeit auch nicht aus dem Beipackzettel ersichtlich ist, trifft es den Patienten oft vollkommen überraschend. Vor jeder Einnahme sollte man sich deshalb genau informieren, ob das jeweilige Medikament Wirkstoffe enthält, von denen man weiß, dass sie bei einem selbst eine negative Reaktion hervorrufen können. Dann darf das Mittel auf keinen Fall eingenommen werden. Hier bedarf es einem ausführlichen Gespräch mit dem Arzt.

    Wie zeigt sich eine allergische Reaktion auf Medikamente?

    Eine solche Reaktion kann als überschießende Reaktion unseres Immunsystems auf einen ganz bestimmten, für den Körper als unverträglich empfundenen Wirkstoff bezeichnet werden. Sie kann sofort nach der Einnahme des Medikamentes auftreten und wird dann als “Allergie Sofort Typ” bezeichnet. Bei manchen Stoffen tritt im Körper auch eine allergische Spätreaktion auf. Sie verläuft nicht nur langsamer, es treten auch andere Symptome auf.

    Welche Medikamente lösen eine allergische Reaktion aus?

    Grundsätzlich kann jedes Arzneimittel zu einer Allergie führen. Allerdings gibt es Medikamente, die häufiger als andere zu teilweise schweren allergischen Auswirkungen führen.

    Typische Beispiele sind:
    - Schmerzmittel
    - Antibiotika
    - Kontrastmittel

    Symptom
    Hautquaddeln zeigen sich in der Regel durch Überwärmung, Rötung sowie heftiges Jucken und sind meist eine Sofortreaktion des Körpers auf einen bestimmten Wirkstoff. Es kann aber auch der gesamte Organismus betroffen sein. Das bedeutet, dass zwar in erster Linie Hautreaktionen auftreten, aber auch die Atemwege, das Herz-Kreislauf-System und der Magen-Darm-Trakt betroffen sein können. Bei schweren Verläufen kommt es zu Kreislaufproblemen, Atemnot bis hin zu einem anaphylaktischen Schock mit Herz-Kreislaufversagen und Atemstillstand. Dieser Schock kann lebensbedrohlich sein und es muss dringend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Die Symptome treten akut und ohne Vorwarnung auf. Als Spätreaktion ist häufig ein Hautausschlag nach etwa sechs Stunden oder später zu sehen. Auch Tage später können noch Hautausschläge auftreten. Schwere Formen einer allergischen Spätreaktion können auch an inneren Organen wie der Lunge, den Nieren oder der Leber auftreten. Vielfach zeigt sich dies zum Beispiel an schlechten Leberwerten. Schwere allergische Reaktionen auf Arzneimittel treten aber eher selten auf.

    Therapie
    Die Behandlung hängt natürlich von den verschiedenen Symptomen ab. Bei einer schweren anaphylaktischen Reaktion muss sofort gehandelt und der ärztliche Notdienst gerufen werden. Ein anaphylaktischer Schock kann innerhalb kurzer Zeit zu einem Schock führen, der eine sofortige Behandlung mit Kortison und Adrenalin notwendig macht. Die Überwachung lebensnotwendiger Funktionen wie Kreislauf und Atmung stehen hier im Vordergrund. Zum Glück verlaufen die meisten Unverträglichkeiten bei Medikamenten relativ harmlos, dennoch sollten auch milde Formen mit einem Arzt besprochen werden, um die Einnahme von Medikamenten mit diesen Wirkstoffen zu vermeiden. In jedem Fall ist es ratsam, bei einer Arzneimittelallergie einen Allergiepass bei sich zu tragen, damit im Falle einer Notfallerkrankung entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden können.

     Nahrungsmittelallergie

    Nahrungsmittelallergie

    © airborne77 – Fotolia.com

    Unser Organismus oder besser unser Immunsystem unterscheidet zwischen fremden und körpereigenen Stoffen. Es entscheidet, was für unsere Gesundheit gefährlich werden kann und was als ungefährlich eingestuft wird. Lebensmittel gehören zu den körperfremden Stoffen, allerdings können wir ohne Nahrung nicht überleben. Da sie das Überleben sichern, stuft das Immunsystem sie erst einmal als ungefährlich ein. Wenn der Körper aber dann auf Lebensmittel allergisch reagiert, können selbst harmlose Stoffe überschießende Reaktionen des Immunsystems auslösen.

    Nahrungsmittel – nicht immer ein Genuss?

    Fünf bis sieben Prozent der Bevölkerung leiden unter einer Nahrungsmittelallergie. Dabei kann eigentlich jedes Lebensmittel eine Allergie auslösen.

    Folgende Lebensmittel sind die häufigsten Auslöser:
    - Milch und Milcherzeugnisse
    - Soja
    - Hühnereier
    - verschiedene Gewürze
    - Nüsse, vor allem Erdnüsse
    - rohes Gemüse
    - verschiedene Obstsorten, wie zum Beispiel Erdbeeren

    Eine Allergie bedeutet eine immunologische Reaktion auf eigentlich harmlose Stoffe. Oft ist es schwer zu erkennen, welche Stoffe eine allergische Reaktion hervorrufen. Vielfach ist es nicht einmal das Lebensmittel selbst, auf das unser Organismus reagiert, sondern in ihm enthaltene Zusatzstoffe wie:
    - Aromastoffe
    - Konservierungsstoffe
    - Azofarbstoffe
    - Salicyil- und Benzonsäure
    - Geschmacksverstärker

    Allergieähnliche Reaktionen treten bei Laktose- und Fruktose-Unverträglichkeiten auf. Man spricht dann von einer Intoleranz oder Verwertungsstörung, der aber der immunologische Auslöser fehlt.

    Symptome
    Haut und Schleimhaut reagieren mit Quaddeln, Nesselfieber, Juckreiz, Rötung. Hals- Nasen- und Ohrenbereich reagieren mit Schnupfen, Niesen, Husten, Verschleimung und Atemnot. Im Magen- und Darmbereich können Übelkeit, Verstopfungen, Erbrechen, Durchfall oder heftige Blähungen auftreten. Die schwerste Form ist der anaphylaktische Schock, der sich mit Herzrasen, Atemnot oder im schlimmsten Fall mit einem Kreislaufzusammenbruch zeigt. Ärztliche Hilfe ist hier dringend erforderlich.

    Therapie
    Eine fundierte Diagnose ist für eine effektive Behandlung unabdingbar. Oftmals werden vermeintliche Allergiker vorschnell auf Diät gesetzt, was nicht unbedingt die erste Wahl sein sollte. Steht der Auslöser fest, muss das betreffende Lebensmittel, zum Beispiel eine Obstsorte total aus dem Speiseplan gestrichen werden. Wichtig ist es, dass trotz einer Lebensmittelunverträglichkeit oder einer Allergie eine ausgewogene Ernährungsform erhalten bleibt. Auch der Genuss sollte nicht zu kurz kommen. Um Stress zu vermeiden, kann es vorteilhaft sein, sich von einer kompetenten Ernährungsfachkraft, die auf Lebensmittelallergien spezialisiert ist, ausführlich beraten zu lassen. Gemeinsam kann dann ein sinnvoller Speiseplan erstellt werden, damit der kulinarische Wohlgeschmack erhalten bleibt.

    Der Deutsche Allergie- und Asthmabund nennt gut ausgebildete Ernährungsberater in ganz Deutschland. Kleiner Tipp, um trotz Lebensmittelallergie gesund und lecker zu essen: Manchmal hilft es schon, unverträgliche Obst- oder Gemüsesorten zu erhitzen. So kann ein roher Apfel eine allergische Reaktion hervorrufen, ein zu Apfelkompott verarbeiteter Apfel wird aber bestens vertragen.

     HAUSSTAUBMILBENALLERGIE

    Wer allergische Symptome auf die sogenannte Hausstaubmilbe zeigt, reagiert nicht auf die Milbe selbst, sondern eigentlich auf deren Eiweißpartikel im Kot. Die Hausstaubmilbe ist winzig klein und mit dem Auge kaum zu erkennen, da sie nur etwa 0,1 Millimeter groß ist. Empfindliche Personen reagieren auf den Kot, der sich nicht nur in der Matratze befindet, sondern auch in Bettdecken, Kopfkissen, Teppichen, Vorhängen und Polstermöbeln. Der getrocknete Milbenkot wirbelt bei jeder Bewegung auf und dabei gelangen die kleinen Partikel in die Raumluft. Von dort aus können sie sich in Augen, Nase, Lunge und in den Schleimhäuten ablagern und zu schweren allergischen Auswirkungen führen. Sie halten sich am liebsten in Matratzen, Polstermöbeln und Teppichen auf. Am Besten überleben sie im feucht-warmen Klima, wie es das Bett aufweist und ernähren sich von den Hautschüppchen, die der Mensch verliert. Irrtümlich wird vermutet, dass Hausstaubmilden nur an Orten auftreten, die unter einer mangelnden Hygiene leiden.

    Das stimmt aber nicht! Sie leben in allen Wohnungen und haben mit Hygiene nichts zu tun. Die Hausstaubmilbenallergie wird in die Soforttyp-Allergie eingestuft, da der Körper sehr schnell auf die auslösenden Stoffe reagiert. Warum wir allergisch auf Hausstaubmilben reagieren, konnte noch nicht abschließend geklärt werden. Es scheint eine ererbte Bereitschaft vorzuliegen, gleichzeitig werden aber auch Umweltgifte und der eigene Lebensstil als eventueller Auslöser genannt. Ein starkes Immunsystem kann hilfreich sein, der Allergie nur eine geringere Chance einzuräumen.

    Symptome
    Typische Symptome sind:

    - starkes Niesen
    - eine laufende oder verstopfte Nase
    - juckende und brennende Augen
    - Bindehautentzündungen
    - gereizte Atemwege
    - Husten
    - erschwertes Atmen bis hin zu Asthma

    Die allergischen Anzeichen treten oft nicht permanent auf, sondern nur nach körperlicher Anstrengung und halten dann circa eine halbe Stunde oder sogar bis zu einer Stunde an. Besonders in der Nacht und in den frühen Morgenstunden treten die Symptome auf, weil wir uns die ganze Nacht den Allergenen in der Matratze aussetzen. Aber auch beim Staubwischen oder Saugen können die Beschwerden verstärkt auftreten.

    Therapie
    Durch eine Hyposensibilisierung, also einer speziellen Desensibilisierung, Immuntherapie oder einer Allergieimpfung kann die Hausstaubmilbenallergie behandelt werden. Hier sollte ein Hautarzt oder ein Allergologe zurate gezogen werden. Die Behandlung kann zu jeder Jahreszeit beginnen. Zunächst bekommt der Patient das betreffende Allergen in kleinen Dosierungen verabreicht, die dann gesteigert wird. Leider muss man wissen, dass die Therapie etwa drei Jahre lang durchgeführt werden muss, wobei die Substanz in gleicher Dosierung etwa alle sechs Wochen gegeben wird.

    Kleiner Tipp: Wer zu einer verstopften Nase neigt, wird schnell zu einem Schnupfenspray greifen. Das trocknet die Nasenschleimhaut nicht nur aus, es kann auch darüber hinwegtäuschen, dass eine allergische Reaktion vorhanden ist. Deshalb sollte sich jeder, der unter einer ständig verstopften Nase leidet, einer ärztlichen Untersuchung unterziehen. Nicht selten kann man in eine Abhängigkeit geraten, wenn das Nasenspray zu häufig benutzt wird.

    Heuschnupfen

    Heuschnupfen

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    Heuschnupfen oder auch allergischer Schnupfen genannt, wird durch Partikel aus der Luft, zum Beispiel Pflanzenpollen ausgelöst. Sie kommen mit den Schleimhäuten unserer Atemwege oder auch der Augenbindehaut in Berührung. Wenn die Pollensaison beginnt, leiden etwa 20% der Deutschen unter dem gefürchteten Heuschnupfen, Tendenz steigend. Besonders in den Industrieländern verstärkt sich diese Allergie immer mehr. Vor allem Pflanzenpollen machen den Betroffenen zu schaffen. Wann die Allergie besonders heftig auftritt, liegt an dem jeweiligen Pollenflug der Pflanzen. Die Hauptzeit liegt meist zwischen März bis hinein in den Juli. In milden Wintern kann der Heuschnupfen schon im Dezember mit leichten Beschwerden anfangen.

    Symptome
    Viele Betroffene spüren zunächst nur ein Jucken in der Nase, was sich dann aber zu folgenden Symptomen verstärkt:
    - Schnupfen
    - Niesattacken
    - unangenehmer Juckreiz im Hals
    - juckende und tränende Augen
    - anschwellen der Schleimhäute

    Bei besonders massiven Formen kommt es auch in den tieferen Atemwegen zu allergischen Reaktionen. Schwere Atemnot und Hustenanfälle sind dann das Ergebnis. Patienten mit einer Heuschnupfenallergie haben ein erhöhtes Risiko, an einem allergischen Asthma zu erkranken.

    Therapie
    Wenn die Diagnose gestellt wurde, wäre es natürlich sinnvoll die betreffenden Allergene zu meiden, was aber gerade bei Heuschnupfen sehr schwierig wird. Eine Möglichkeit der Behandlung ist eine Immuntherapie, eine sogenannte Allergie-Impfung. Diese spezifisch auf das Allergen bezogene Therapie wird durch eine Spritze, subkutan unter die Haut gespritzt. Es gibt aber auch die Möglichkeit eine Behandlung mit Tabletten oder Tropfen vorzunehmen, die unter der Zunge aufgelöst werden. Eine regelmäßige Anwendung ist wichtig und kann im Normalfall bis zu drei Jahren dauern. Bei Heuschnupfen können auch Medikamente eingesetzt werden, die unangenehme Symptome lindern können. Meistens kommen dann Kortisonpräparate und Antihistaminika zum Einsatz.

    Duftstoffallergie

    Auch wenn man noch wenig über Duftstoffe und ihre Wirkung auf die Gesundheit weiß, so ist auf jeden Fall unstrittig, dass viele Menschen allergisch auf Duftstoffe reagieren oder durch Unverträglichkeit unter ihnen leiden. Da Duftstoffe sich immer häufiger in der Luft befinden, wie zum Beispiel als Raumspray oder Räucherstäbchen im eigenen Haushalt aber vor allem auch auf Toiletten in Kaufhäusern oder Restaurants, können wir allergischen Auswirkungen nur schwer entgehen. Die Moleküle verbinden sich nicht nur mit der Haut, sondern auch mit den Schleimhäuten unserer Atemwege. Es sind aber nicht nur künstlich erzeugte Duftstoffe, sondern auch natürliche Düfte, die zu Allergien führen.

    Symptome
    Durch den Kontakt mit Duftstoffen auf der Haut kann es zu folgenden Symptomen kommen:
    - heftiger Juckreiz
    - Rötungen
    - Schwellungen
    - Hautentzündungen
    - Schuppungen
    - allergischem Ekzem
    - Kopfschmerzen
    - Übelkeit
    - Kreislaufprobleme
    - Atemnot


    Meistens halten sich Beschwerden auf der Haut selbst in Grenzen. Allerdings kann durch Weichspüler, Waschmittel oder Duschgel die Haut großflächig betroffen sein.

    Therapie
    Wenn durch den Hautarzt eine sichere Diagnose gestellt wird, sollte versucht werden, die auslösenden Duftstoffe zu vermeiden, was nicht ganz einfach ist. Vielfach lässt sich der Übeltäter auch nicht genau feststellen. Akute Hauterscheinungen werden mit entzündungshemmenden Cremes behandelt, die vornehmlich auf Basis von Kortison aufgebaut sind. Leider gibt es ansonsten kaum Möglichkeiten die Duftallergie zu behandeln. Inhaltsstoffe in Kosmetika müssen in Deutschland deklariert werden. Raumdüfte unterliegen dieser Pflicht nicht. Sensiblen Menschen mit einer problematischen Haut wird empfohlen, nur duftstofffreie Artikel zu benutzen, die das Siegel des Deutschen Allergie- und Asthmabundes tragen.

    Nickelallergie

    Eine Nickelallergie ist eine Kontaktallergie, bei der das körpereigene Abwehrsystem auf Nickel, zum Beispiel in Schmuck reagiert. Fälschlicherweise stuft das Immunsystem Nickel dann als gefährlich ein und glaubt, es bekämpfen zu müssen. Der Stoff aktiviert spezielle Abwehrzellen in der Haut. Es werden Botenstoffe ausgeschüttet, die eine Entzündungsreaktion an dieser Stelle der Haut verursachen, die mit Nickel in Berührung gekommen ist. Für diese Auswirkung reichen schon spärliche Mengen an Nickel aus, um allergische Reaktionen hervorzurufen.

    In welchen Gegenständen finden wir Nickel?
    Nickel kommt in Modeschmuck, Knöpfen, Brillengestellen oder Verschlüssen vor, aber auch in einigen Lebensmitteln wie:
    - Muscheln
    - schwarzem Tee
    - Kakao
    - Hülsenfrüchten
    - Nüssen
    - Vollkorn

    Als Spurenelement ist Nickel für die Körperfunktion bestimmter Enzyme notwendig. In größeren Mengen kann es schädlich sein und zu Allergien führen.

    Symptome
    Die Entzündung der Hautstellen, die mit Nickel in Berührung kommen, ist das häufigste Symptom. Außerdem kommen noch Hautrötungen, Hautausschlag und Juckreiz vor.

    Therapie
    Eine Nickelallergie ist nicht zu heilen. Deshalb sollte man versuchen, nicht mit nickelhaltigen Stoffen in Berührung zu kommen. Die Haut muss sorgfältig gepflegt werden, da Nickelionen über Hautschäden in den Körper eindringen können und so einer Allergie den Weg ebnen. Eine gute Hautpflege beugt Hautrissen vor und stärkt die Hautbarriere gegen Nickelionen. Sind bereits allergische Hautreaktionen entstanden, verschreibt der Hautarzt entzündungshemmende, meist kortisonhaltige Salben oder Cremes. Nach dem Abklingen der Allergie muss die Hautstelle mit regenerierenden Präparaten behandelt werden. Bei sehr schweren Fällen kann die Einnahme von Kortison helfen. Kommt es aber zu Hautinfektionen, wird der Hautarzt Antibiotika einsetzen. Es ist wichtig, jede Art der Behandlung mit einem Hautarzt zu besprechen.

    Insektenallergie

    Insektenallergie

    © Heinz Waldukat – Fotolia.com

     Gerade während der warmen Jahreszeit werden Insektenstiche manchmal richtig zur Qual. Bisse der kleinen Ameise aber auch Mückenstiche lösen meist nur heftiges Jucken aus. Wespen- und Bienenstiche dagegen verursachen Schmerzen und können zu heftigen allergischen Reaktionen führen. Etwa fünf Prozent der Deutschen reagieren allergisch auf diese Stiche. Es sterben sogar jährlich etwa 20 Menschen am Insektengift, welches durch Stiche von Bienen, Wespen oder Hornissen zu Allergien geführt hat. Im Normalfall reagieren wir aber auf die Giftmischung die das Insekt unter die Haut spritzt, nur mit juckenden Schwellungen oder Rötungen.

    Es kann zu lebensbedrohlichen Situationen kommen

    Reagiert der Körper allergisch auf das Insektengift, produziert er Antikörper gegen die Substanz. Körpereigene Stoffe, wie Histamin werden extrem stark freigesetzt und können zu lebensbedrohenden allergischen Reaktionen führen.

    Dabei zeigen sich folgende Beschwerden:
    - Juckreiz
    - Rötung und Hautquaddeln am ganzen Körper

    Das Gesicht schwillt an und es kommt zu Atemnot. Schwindel, Herzrasen, Übelkeit und Erbrechen zeigen die Schwere der allergischen Reaktion. Ein Notarzt ist umgehend zu verständigen, da es zu einem allergischen Schock mit Kreislaufversagen kommen kann.

    Allergie-Diagnostik
    Wenn heftige Reaktionen nach einem Insektenstich eingetreten sind, muss eine Allergiediagnostik zeitnah gemacht werden.

    Therapie
    Hat das Insekt zugestochen, muss sofort der Stachel entfernt und die Stelle gekühlt werden. Sind die Reaktionen darauf heftig, müssen so schnell wie möglich Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Als Erste Hilfe können die Beine hochgelagert werden, falls Herz-Kreislauf-Beschwerden auftreten. Bei Atemnot den Oberkörper hochlagern. Also die üblichen Erste-Hilfe-Regeln.

    Durch überlegtes und schnelles Handeln kann Leben gerettet werden. Der Arzt wird dann die richtigen Maßnahmen unternehmen. Um einen langfristigen Schutz vor einer Insektenallergie zu bekommen, kann eine spezifische Immuntherapie durchgeführt werden. Dabei werden dem Betroffenen regelmäßig geringe Mengen Insektengift eingespritzt, was dazu führt, dass sich das Immunsystem an den Allergie-Auslöser gewöhnt. Auch hier ist Geduld angesagt, denn die Therapiedauer beträgt etwa drei Jahre.

    Schimmelpilzallergie

    Schimmelpilze sind kleine Organismen, die Sporen bilden. Diese verbreiten sich durch die Luft. Am besten gedeihen sie an Orten wo eine Feuchtigkeit von 80% und eine Temperatur von etwa 20 Grad herrschen. Vor allem also in Bädern, im Keller, in der Küche aber auch im Schlafzimmer oder in der Natur auf Komposthaufen, unter Bäumen oder in Gewächshäusern. Allerdings kommen sie auch in Lebensmitteln vor. Fast jeder hat schon einmal Schimmel im Brot, auf der Marmelade, im Gemüse oder auf Früchten entdeckt und hoffentlich weggeschmissen.

    Symptome
    Pilzsporen werden vor allem eingeatmet und rufen dann allergische Reaktionen hervor. Deshalb kommt es speziell in den Atemwegen zu akuten Beschwerden wie:
    - Husten
    - verschleimte Atemwege
    - Atemnot
    - verstopfte Nase
    - Schnupfen
    - Niesreiz

    Auch die Augen können betroffen sein, das zeigt sich dann durch:
    - Juckreiz
    - Tränen
    - Rötung

    Wurden verschimmelte Nahrungsmittel gegessen, kommt es zu:
    - Blähungen
    - Durchfall
    - starken Bauchschmerzen
    - Übelkeit
    - Erbrechen

    Auch die Haut kann betroffen sein. Das zeigt sich durch:
    - Juckreiz
    - Ekzeme
    - Therapie

    Wird eine Diagnose erstellt und eine Schimmelpilzallergie festgestellt, sollten die Auslöser zukünftig gemieden werden. Wohnungen, in denen der Schimmelpilz auftritt, müssen von der Schimmelbildung unbedingt befreit werden. Spezielle Verfahren helfen dabei, die im Internet nachgelesen werden können. Besser wäre es aber, sich an einen Spezialisten zu wenden und ihm die Beseitigung zu überlassen. Medikamente, wie Antihistaminika oder Antiallergika führen zwar nicht zu einer Heilung, helfen aber bei akuten Beschwerden. Auch eine Hyposensibilisierung ist eine Behandlungsmöglichkeit, die durch einen Arzt durchgeführt werden kann.

    Tierhaarallergie

    Eine Tierhaarallergie wird als Überempfindlichkeit gegenüber den Eiweißen (Allergenen) von Haustieren bezeichnet. Diese Allergene kommen meist von den Haaren, dem Speichel, dem Urin oder den Hautschuppen und gelangen über die Luft in die Atemwege oder in die Augen. Am häufigsten treten Hunde- und Katzenallergien auf. Aber auch Hamster, Ratten, Mäuse, Meerschweinchen, Vögel und sogar Pferde können eine heftige Allergie auslösen.

    Symptome
    Bei einer Tierhaarallergie treten meist folgende Symptome auf:
    - verstopfte Nase
    - heftiger Schnupfen
    - Niesen
    - Atemnot
    - Hautausschläge, die stark jucken
    - Ekzeme juckende und tränende Augen

    Therapie
    Wie bei allen anderen Allergien gilt auch hier, die Auslöser zu meiden, was natürlich bei Haustieren nicht ganz so einfach ist. Bei schweren allergischen Reaktionen bleibt nur die Entscheidung, sich von seinem Haustier zu trennen. Manchmal kann die Einnahme eines Antihistaminikums hilfreich sein. Auch eine Hyposensibilisierung wirkt bisweilen Wunder. Bei einer Tierhaarallergie muss unbedingt ein Arzt zurate gezogen werden, um die weiteren Maßnahmen zu besprechen.

    Die Verbreitung von Allergien nimmt immer mehr zu. Hier wurden die wichtigsten Allergien aufgeführt, obwohl noch wesentlich mehr allergische Reaktionen auf verschiedene Stoffe vorkommen.

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