Erholsamer Schlaf durch einen gesunden Rücken

    Der Mensch verschläft Jahr für Jahr etwa 3.000 Stunden und das ein Leben lang. Ein gesunder Schlaf ist für uns Menschen ein Grundbedürfnis. Schlafen wir nicht gut, schränkt das unsere Lebensqualität erheblich ein. Unsere Leistungsfähigkeit und unsere Konzentration lassen nach. Wir sind nervös, schlecht gelaunt und gereizt. Hält der Schlafmangel an und bleibt über einen längeren Zeitraum bestehen, kann es sogar zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen. Das Immunsystem wird geschwächt und es entwickeln sich chronische Erkrankungen, ohne dass wir es merken.

    Oft sind an unseren Schlafstörungen Rückenschmerzen schuld. Sie rauben uns den so dringend benötigten Schlaf. Wir wälzen uns dann unruhig im Bett herum und ändern häufig unsere Schlafposition, weil wir einfach nicht mehr liegen können. Der Schlaf wird dadurch ständig unterbrochen und eine erholsame Tiefschlafphase kann sich nicht einstellen. Wenn wir morgens aufstehen, fühlen wir uns völlig gerädert und sind den ganzen Tag müde und lustlos.

    Welche Ursachen haben anhaltende Rückenschmerzen?

    Vielfach sind Rückenschmerzen unserer modernen Lebensweise geschuldet. Wie unser ganzer Körper, so benötigt auch unser Rücken Bewegung und einen Ausgleich für das häufige Sitzen. Das Leben in unserer modernen Gesellschaft spielt sich viel zu häufig im Sitzen ab. Entweder am Computer, am Schreibtisch, am Esstisch, vor dem Fernseher oder im Auto. Da kommt die sportliche Betätigung meistens zu kurz.

    Gerade in jüngeren Jahren liegen die Ursachen für diese unangenehmen Schmerzen oftmals in einer Überbelastung der Muskulatur sowie des Weichteilgewebes. Auch statische Fehlhaltungen, wie zum Beispiel eine Fehlstellung der Wirbelsäule lösen schmerzhafte Beschwerden aus. Fehlhaltungen führen zu Verspannungen der Muskulatur. Dadurch verhärtet sie sich, die Dehnbarkeit lässt nach und lästige Schmerzen sind die Folgeerscheinung. Wenn Schmerzen durch Verspannungen ausgelöst werden, vergehen sie in jüngeren Jahren meist wieder von allein. Allerdings können gezielte Übungen oder Massagen dabei sehr hilfreich sein.

    Wer durch Verspannungen im Nacken starke Schmerzen verspürt, sollte sich unbedingt an einen Arzt wenden. Rückenschmerzen haben die Eigenschaft Schwindel, Übelkeit, Kreislaufstörungen und Kopfschmerzen zu verursachen. Da exakt diese Symptome auch bei anderen Erkrankungen auftreten, ist es unbedingt ratsam eine ärztliche Meinung einzuholen, um andere Krankheiten auszuschließen.

    Das Rückgrat und das gesamte Skelettsystem unterliegen mit zunehmendem Alter Verschleißprozessen, die meist chronisch werden. Dabei sind vor allem die Bandscheibe, Weichteile und Wirbelgelenke betroffen. Dennoch kann auch ein älterer Mensch durch konsequent eingesetzte Übungen wieder einen erholsamen Schlaf ohne plagende Schmerzen im Rückenbereich erlangen. Seine Lebensqualität erhöht sich dadurch wieder und das Leben macht erneut Spaß.

    Leider gehören Rückenschmerzen zu den Gesundheitsproblemen unter denen etwa 80% der Deutschen wenigstens einmal in ihrem Leben leiden. Seelische Konflikte oder starker Stress sind als Verursacher für Rückenschmerzen bekannt und sollten unbedingt sofort behandelt werden. Vom Arzt oder Physiotherapeuten verordnete Entspannungstechniken helfen die Verspannungen zu lösen und fördern damit einen gesunden Schlaf.

    Wie wichtig ist das richtige Bett?

    Das richtige Bett
    Das richtige Bett

    Die passende Schlafunterlage kann unterstützend wirken, Rückenschmerzen vorzubeugen. Wir verbringen einen nicht unbedeutenden Teil unserer Lebenszeit im Bett. Da sollte unsere Schlafstätte möglichst bequem und kuschelig sein. Denn wer schlecht schläft, ist am nächsten Morgen erschöpft und kann sich den täglichen Anforderungen nur schwer stellen. Oft kommt es auch durch eine falsche Matratze zu heftigen Schmerzen im Rückenbereich. Eine ungünstige Haltung während der Nacht kann sogar zu Schädigungen der Wirbelsäulenmuskulatur beitragen. Deshalb sollten wir beim Bettenkauf sehr sorgsam auch auf kleine Details achten. Gut wäre ein Bett, das in seinen Maßen ausreichend ist. Wir benötigen ausreichend Platz für Bewegung während der Schlafphase, denn in der Regel drehen wir uns mehrfach von einer Körperseite auf die andere Seite. Ideal ist deshalb ein Bett von einem Meter Breite und einer Länge, die wenigstens 20 cm mehr beträgt als unsere eigene Körpergröße.

    Eine gute Schlafunterlage begünstigt eine gesunde Kehrseite und eine erholsame Nachtruhe. Sie darf weder zu weich, noch zu hart sein. Die Muskeln, das Knochengerüst und auch die Bandscheibe haben die natürliche Eigenschaft, sich während des Schlafens zu regenerieren. Das können sie aber nur, wenn die Schlafposition, in der wir die Nacht liegend verbringen, günstig ist. Ist sie das nicht, kann sich unser Körper nicht ausreichend erholen. Das wiederum führt dann unter Umständen zu schweren Muskelverspannungen, Bandscheibenproblemen, schmerzenden Druckstellen und körperlichem Unwohlsein, bis hin zu seelischen Verstimmungen.
    Eine schlechte Schlafunterlage ist häufig die Ursache für Rückenschmerzen, verbunden mit Schlaflosigkeit.

    Der richtige Lattenrost
    Der richtige Lattenrost

    Welche Matratze ist ideal?

    Die richtige Matratze
    Die richtige Matratze

    Die Schlafauflagen werden mit unterschiedlichen Härtegraden produziert und im Handel angeboten. Der Grund liegt darin, dass wir Menschen nicht identisch empfinden und differenzierte Härtegrade brauchen, um uns in unserem Bett wohlzufühlen. Es stehen vier verschiedene Härtegrade zur Verfügung:

    • H1 steht für sehr weich

    • H4 für extrem hart

    • H2 hat einen mittleren Härtegrad, und

    • H3 hat ebenfalls einen mittleren Härtegrad

    Der Härtegrad, für den man sich entscheidet, sollte sich dem eigenen Körper extrem gut anpassen. Denn, während der Ruhezeit muss unser Körper entlastet, das Hohlkreuz und die Taille aber fühlbar unterstützt werden. Schultern, Becken und Hüfte sollten leicht einsinken und dadurch eine gleichmäßige Balance halten. Sie muss dem Rückgrat auch in Seitenlage gerecht werden und Halt geben.

    Neben dem Härtegrad ist auch die Auswahl an Matratzentypen für einen Laien nur schwer überschaubar. Deshalb ist eine ausführliche Informationsbeschaffung ratsam. Schließlich soll eine Schlafunterlage nicht zu den gefürchteten Beschwerden führen, die wir eigentlich vermeiden wollen, um uns vor Rückenbeschwerden zu schützen. Damit man nicht erst nach dem Kauf und beim täglichen Gebrauch bemerkt, dass man sich falsch entschieden hat, sollten folgende Hinweise beachtet werden:

    • der Liegekomfort für die Wirbelsäule muss optimal sein

    • das Körpergewicht ist zu berücksichtigt

    • der Körper soll entlastet, die Hohlräume aber gut gestützt werden

    Vielfach wird behauptet, Kaltschaum- und Latexmatratzen hätten den höchsten Liegekomfort. Aber auch Taschenfederkern- oder Federkernmatratzen haben ihre Berechtigung und sind bei vielen Rückenbeschwerden genau die richtig Entscheidung für eine gesunde und erholsame Bettruhe.

    Fehlhaltungen über viele Jahre

    Wenn die Schlafunterlage für das eigene Körpergewicht und Wohlgefühl nicht optimal ausgesucht ist und wir über einen langen Zeitraum Nacht für Nacht ungünstig liegen, sind Rückenschmerzen vorprogrammiert. Dann hilft nur das Auswechseln und darauf zu achten, dass der neue Matratzentyp perfekt auf das Lattenrost passt und unser Stütz- und Bewegungsapparat entlastet wird. Häufig vergehen die Schmerzen dann schon nach wenigen Tagen.

    Tipps für einen gesunden Rücken

    Immer in Bewegung sein. Auch wenn früher gesagt wurde, Bettruhe sei ideal gegen Schmerzen im Rücken, so weiß man heute, dass sportliche Betätigung zu einer besseren Durchblutung führt. Dadurch können schädigende Stoffe besser abtransportiert werden. Fachliche Anleitung hilft, damit bei den Übungen keine Fehler gemacht werden.

    Schonhaltung vermeiden. Einzelne Muskelgruppen werden dadurch zu stark beansprucht und es entstehen schmerzhafte Verspannungen. Gerade bei chronischen Beschwerden fallen wir leicht in eine Schonhaltung und der Schmerz verschlimmert sich.
    Rückentraining ist wichtig. Es muss aber durch einen Physiotherapeuten betreut werden. Ganz vorsichtig werden dabei die Wirbelsäulengelenke mobilisiert und eventuell verkürzte Muskeln gedehnt. Die Rückenmuskulatur wird gestärkt und schützt damit die Wirbelsäule.

    Bei Verspannungen hilft Wärme. Ein feuchtes Tuch wird auf die schmerzende Stelle gelegt und darauf eine Wärmflasche. Die Wärme dringt auf diese Weise tief in das Gewebe ein, die Durchblutung wird angeregt und die Verspannung löst sich auf.

    Stress vermeiden, denn dadurch werden Verspannungen gefördert und Schmerzen sind vorprogrammiert. Die Wirbelsäulenmuskulatur durch Entspannung entlasten. Wer sich flach hinlegt, dabei die Unterschenkel im rechten Winkel hochlegt, nimmt eine Entlastungslagerung ein. Dabei nehmen die Bandscheiben Flüssigkeit auf und können somit ihrer Pufferfunktion besser gerecht werden.

    Massagen sind wohltuend. Wohl jeder Mensch weiß das, der schon einmal unter schmerzhaften Verspannungen gelitten hat. Das Nervensystem wird entspannt und eine Linderung stellt sich relativ schnell ein.

    Übergewicht vermeiden. Durch Übergewicht, vor allem am Bauch, wird eine Hohlkreuzhaltung eingenommen und die Wirbelsäule stärker als üblich belastet.

    Fazit

    Wir können viele Dinge selbst tun, um mit einem gesunden Rücken nicht nur eine gute Lebensqualität zu haben, sondern auch gesund zu schlafen. Schmerzfrei die Nacht zu verbringen ist für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden sehr wichtig. Deshalb ist unsere Rückseite sehr achtsam zu behandeln. Sich ausreichend bewegen, vielleicht eine Rückenschulung bei einem Physiotherapeuten und ein passendes Bettgestell mit individueller Matratze sind entscheidende Kriterien, damit ein gesunder Rücken zu einer erholsamen Nachtruhe beiträgt.

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