Erfolgsgeschichte: Stadtmarketing Gunzenhausen

    Einzelhändler, Start-Ups, Familienunternehmen: Seit über 30 Jahren greift die Günther Rid Stiftung für den bayerischen Einzelhandel Akteuren der lokalen Wirtschaft im Freistaat erfolgreich unter die Arme. Sie bewegt sich aber auch auf größerem Terrain, wie das Beispiel Gunzenhausen zeigt. Dort war sie Geburtshelfer einer herausragenden Strategie für das Stadtmarketing.

    Mitarbeiter*innen werden in Kurzarbeit geschickt, an den Ladenschaufenstern hängen Zettel mit den Hinweisen auf behördliche Schließungen oder zu speziellen Lieferdiensten. Die Corona-Pandemie trifft den bayerischen Einzelhandel mit voller Wucht. Einkaufsmeilen, durch die sonst werktags Hunderte von Menschen schlendern, sind verwaist, gähnende Leere herrscht vor den Geschäften. Wer kaufen will, muss dies online tun – längst haben die Händler mit pfiffigen Konzepten darauf reagiert. Dabei gilt gerade jetzt die Devise: Je besser vernetzt jemand ist, je mehr er auf örtliche Strukturen und Hilfsangebote im Netz zurückgreift, desto erfolgreicher kann er die Krise meistern. Einzelkämpfer haben es deutlich schwerer in Corona-Zeiten. Zusammenarbeit lautet das Gebot der Stunde.

    Idyllisch gelegen inmitten des fränkischen Seenlandes: Die Stadt Gunzenhausen ist ein Tourismusmagnet. Auch der Einzelhandel floriert. Foto: Thomas Geiger.
    Idyllisch gelegen inmitten des fränkischen Seenlandes: Die Stadt Gunzenhausen ist ein Tourismusmagnet. Auch der Einzelhandel floriert. Foto: Thomas Geiger.

    Wer in der mittelfränkischen Stadt Gunzenhausen betroffen ist, kann auf ein starkes Netzwerk zählen. Das zeigt alleine schon ein Blick auf die Homepage www.stadtmarketing-gunzenhausen.de: Dutzende von Informationen zum Thema Corona sind dort gebündelt, in jederlei Hinsicht wird Betroffenen unter die Arme gegriffen. Ob Informationen zu Soforthilfen des Bundes oder des Handelsverbands Bayern oder anderer Institutionen, ob eine Servicehotline, Liquiditätshilfen oder Notfallnummern für Betriebe, die in Not geraten sind: Das Hilfspaket, das die Stadt Gunzenhausen seit dem 17. März 2020, nach Verkünden der Ausgangsbeschränkungen, für die dort ansässige Geschäftswelt schnürt, könnte kaum umfassender sein. „Wir haben sofort reagiert und im Netz zahlreiche Unterstützungsmöglichkeiten angeboten“, informiert Jeanette Holzschuh, Leiterin der Geschäftsstelle Stadtmarketing Gunzenhausen e.V. Darüber hinaus können sich Betroffene unter der Rubrik „Öffnung, Erreichbarkeit und Liefermöglichkeiten Gunzenhäuser Unternehmen“ in eine ständig aktualisierte Liste eintragen lassen, über die sie für ihre Kunden erreichbar sind. Sei es über einen eigenen Online-Shop, über Telefon oder E-Mail: „Diese Liste ermöglicht den Unternehmen, weiterhin so effektiv wie möglich im Markt präsent zu sein“, schildert Holzschuh weiter. Mehr Hilfe in Zeiten von Corona geht nicht!

    Fest in der Geschäftswelt verankert ist inzwischen das Thema E-Commerce – in Gunzenhausen auch lange vor Corona. Um das vielfältige Angebot der Gunzenhauser Unternehmen auch digital so gut wie möglich zu präsentieren, spielen der lokale Online-Marktplatz wwww.ingunzenhausen.de sowie die sozialen Medien eine wichtige Rolle. Wäre Corona nicht, würden sich Bummler, Besucher und Passanten am Anblick vieler bunter Geschäfte und eines lebendigen Stadtbilds beim Shoppen erfreuen. Ladensterben, andernorts leider traurige Realität, ist in der mittelfränkischen Stadt ein Fremdwort.

    Freuen sich über gelungene Aktionen im Rahmen des Stadtmarketings (v.l.): Andreas Zuber, (Stadt Gunzenhausen Wirtschaftsförderung), Jeanette Holzschuh (Leiterin der Geschäftsstelle Stadtmarketing Gunzenhausen e.V.) und Markus Jocher (Citymanagement CIMA). Foto: Stadtmarketing Gunzenhausen e.V.
    Freuen sich über gelungene Aktionen im Rahmen des Stadtmarketings (v.l.): Andreas Zuber, (Stadt Gunzenhausen Wirtschaftsförderung), Jeanette Holzschuh (Leiterin der Geschäftsstelle Stadtmarketing Gunzenhausen e.V.) und Markus Jocher (Citymanagement CIMA). Foto: Stadtmarketing Gunzenhausen e.V.

    Doch im Alleingang hätte das niemand stemmen können – viel praxisrelevantes Wissen musste in die mühsame Aufbauarbeit fließen. Von Anfang an hat das neue Stadtmarketingkonzept die Günther Rid Stiftung für den bayerischen Einzelhandel mit maßgeschneiderten Seminaren begleitet, darunter vor allem zu den Bereichen „Unternehmensführung im Handel“, „E-Commerce & Technologie" und „Stadtmarketing“ zusammen mit der CIMA als langjährigem Umsetzungspartner.

    „Das war eine Bereicherung, von der wir alle ungemein profitiert haben“, lobt Citymanager Markus Jocher die Arbeit der Referenten in den verschiedenen Workshops. Er sei sich sicher, dass die Kommune es ohne die Rid Stiftung nicht so weit geschafft hätte. „Diese Flughöhe hätten wir sicher nicht erreicht.“

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    Pressemitteilung vom 24. April 2020

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