Boxspringbetten

    Das Boxspringbett - für einen gesunden Schlaf: Bis vor einigen Jahren war das Boxspringbett in unseren Breitengraden noch relativ unbekannt, obwohl diese amerikanische Erfindung nicht neu ist. Seine Entwicklung begann schon Ende des 19. Jahrhunderts. Bis dahin lag die Matratze immer auf dem Erdboden. Findige Amerikaner hatten die Idee, eine Lagerstätte zu entwickeln, die vom Boden in eine höhere Lage gebracht werden sollte.

    Schramm steht für Polsterhandwerk der Oberklasse und wird auch höchsten Ansprüchen gerecht.
    1. Schramm steht für Polsterhandwerk der Oberklasse und wird auch höchsten Ansprüchen gerecht. 2. Bettmanufaktur Schramm

    Die Entwicklung der Schlafstätten

    Schon seit Anbeginn der Menschheit gibt es Schlafstätten. Unsere Vorfahren schliefen ebenso in liegender Haltung, wie wir es heute auch noch machen. Schlafen in sitzender Position ist unbequem und der Körper findet nicht die Ruhe, die er benötigt, um entspannt abzuschalten. So kuscheligen Schlafstätten, wie wir sie kennen, gab es damals natürlich noch nicht. Die Menschen schliefen meist auf Heu und auf dem Fußboden. Sie wussten aber bereits von der Wichtigkeit ruhig und entspannt die Nacht zu verbringen. Deshalb nächtigten unsere Vorfahren manchmal auch auf Unterlagen aus Schilfgras und Blättern. Sie wählten fast immer Blätter, die ätherische Öle enthielten, um so das Ungeziefer fernzuhalten. Auch heute muss darauf geachtet werden, dass unsere modernen Schlafstätten hygienisch ausgestattet sind. Zusätzlich muss Feuchtigkeit entweichen können und eine Luftzirkulation gegeben sein. Erst seit der Mitte des 19. Jahrhunderts gibt es die uns allen bekannten und sehr beliebten Matratzen aus Federkern.

    Eine lange Entwicklungszeit für eine außergewöhnliche Bettstelle

    Um die Schlafunterlage nicht mehr länger auf den Boden legen zu müssen und gleichzeitig einen gesunden Schlaf zu haben, kamen amerikanische Entwickler schließlich auf eine bahnbrechende Idee. Sie hatten die Vorstellung, eine Schlafstätte aus zwei aufeinanderliegenden Matratzen zu kreieren. Die untere Federkernmatratze sollte sich in einem angepassten Holzkasten befinden, eine Zweite darüber. Der Name des neuen Bettsystems war geboren. Er entstammt dem englischen Wort „Box“, was so viel bedeutet wie Kasten und dem Wort „Spring“, das für Feder steht. Die Untermatratze wird auch heute noch als Boxspring bezeichnet. Um dem verwöhnten Passagier einen ungewöhnlich hohen Schlafkomfort zu bieten, wurden die Kabinen des ehemaligen Luxusliners „Titanic“ mit Boxspringbetten ausgestattet. Damals war eine außergewöhnliche Schlafstätte nur den höheren Herrschaften vorbehalten. In den 50er Jahren gelang es dann dem Schweitzer Karl Degen und dem Deutschen Karl Thomas, ein Lattenrost zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Fortan wurde die Kombination Lattenrost und Federkernmatratze immer häufiger genutzt. Das Boxspringbett blieb den Amerikanern und den Skandinaviern vorbehalten. In Deutschland blieb es fast völlig unbekannt. Ganz allmählich erst eroberte es sich einen wichtigen Platz in gehobenen Hotels und auf Kreuzfahrtschiffen. Später wurde es immer mehr auch von privaten Kunden geschätzt und gekauft. Erst in den letzten Jahren bekamen Boxspringbetten auch im deutschsprachigen Raum immer mehr Anhänger. In Deutschland finden wir inzwischen Boxspringbetten in zahlreichen Stilrichtungen und aus verschiedenen Materialien und Preisklassen. Viele Orthopäden empfehlen inzwischen ihren Patienten mit Rückenschmerzen die Anschaffung einer solchen Schlafstätte.

    Was macht dass Boxspringbett so außergewöhnlich?

    Es gibt unzählige Betten, die in ihrer Ausstattung äußerst komfortabel sind. Dennoch hat ein Boxspringbett etliche Besonderheiten, die andere Betten nicht bieten können.

    • Sie weisen einen einzigartigen Schlafkomfort gegenüber den Lattenrostsystemen auf.

    • Die ebene Lage der Boxspringmatratzen bietet eine hohe Stützkraft im Gegensatz zu den Lattenrost-Bettsystemen.

    • Die Obermatratze hat durch die Untermatratze eine total ebene Auflagefläche. Dadurch hat der Körper die Möglichkeit für eine gesunde und ergonomische Lage.

    Gesunder und erholsamer Schlaf durch eine perfekte Luftzirkulation

    Fast jeder hat schon einmal davon gehört, wie wichtig die Luftzirkulation bei einem Bett ist, damit Feuchtigkeit perfekt abgeleitet werden kann. Der Mensch verliert während des Schlafens in der Nacht durch Schwitzen etwa einen halben Liter Flüssigkeit. Die Matratze muss in der Lage sein, diese Flüssigkeit auszuleiten, um ein trockenes und damit hygienisches Nachtlager zu gewährleisten. Boxspringbetten haben dank ihrer besonderen Materialien und einer einmalige Luftzirkulation, die Möglichkeit Flüssigkeit nicht in den Matratzen zu halten.

    Ist ein höheres Körpergewicht ein Problem für ein Boxspringbett?

    Ein ganz klares „Nein“. Egal welcher Gewichtsklasse ein Mensch angehört, ein Boxspringbett kommt mit jedem Körpergewicht bestens zurecht. Die Hoteliers, die diese erstklassigen Schlafstätten für ihre Gäste bereithalten, wissen schon warum. Boxspringbetten bieten leichtgewichtigen Personen einen ebenso hohen Komfort während der Nachtruhe, wie etwas kräftiger gebauten Menschen. Ein hohes Maß an Komfort verschaffen auch die Doppelbetten. So können Paare mit einem unterschiedlichen Körpergewicht die Unter- und Obermatratze ganz auf ihre persönlichen Wünsche und Bedürfnisse abstimmen. So genießt jeder seine eigene Bequemlichkeit und fühlt sich rundum wohl.

    Stilvoll und komfortabel schlafen

    Um ein Schlafzimmer gemütlich und stilvoll einzurichten, werden ansprechende Möbel und Accessoires benötigt. Vielfach besteht die Meinung, ein Schlafsofa mache den Raum wohnlicher. Wer so denkt, hat sich noch nicht mit einem Boxspringbett beschäftigt. Sie sind nicht nur komfortabel für die Nachtruhe, sie lassen durch ihren tollen Stil auch jedes Schlafzimmer zu einem Hingucker werden. Polsterbetten mit einem Lattenrostsystem und Federkernmatratze haben natürlich viele Vorteile, sind aber mit einem Boxspringbett nicht zu vergleichen. Allein der Aufbau des Boxspringbettes ist einmalig. Durch die Untermatratze, die Obermatratze und die Toppermatratze hat das Boxspringbett eine komfortable Höhe, die das Beziehen mit schöner Bettwäsche leichter macht. Das erleichtert diese nicht ganz einfache Arbeit ungemein. Ebenso ist das Hinsetzen und Aufstehen durch die ansprechende Höhe wesentlich angenehmer, was vor allem ältere Menschen sehr zu schätzen wissen. Aber auch junge Leute nehmen diesen Vorteil gerne in Anspruch.

    Was bietet ein Boxspringbett?

    Es ist vor allem der für uns noch immer ungewöhnliche Aufbau des Bettsystems, der den Unterschied zu unseren konventionellen Schlafstätten ausmacht. Ein Boxspringbett besteht am Boden aus einer Untermatratze in einer Box. Dieser Teil des Bettes wird auch Federkernbox, Boxspringuntergestell oder Boxspring genannt. Er könnte mit der Auflage eines klassischen Bettlagers verglichen werden, obwohl er beim Boxspringbett eher ein Federkern in einer Innen-Box ist. Sie übernimmt die Aufgabe, die positiven Eigenschaften der Obermatratze hinsichtlich mehr Stützkraft und Komfort zu gewährleisten.

    Herkömmliche Bettsysteme und Boxspringbetten im Vergleich

    Wenn es um einen Vergleich zwischen Boxspringbetten und konventionellen Betten geht, ist zunächst der Aufbau der verschiedenen Bettsysteme genauer zu betrachten. Während ein herkömmliches Bettsystem bekanntermaßen aus Bettgestell, Lattenrost und Matratze besteht, setzt sich das Boxs im Kern aus drei anderen wesentlichen Komponenten zusammen. Die untere Federkernmatratze liegt nicht auf dem Boden, sondern auf Bettfüßen. Das bewirkt die gute und unverzichtbare Luftzirkulation. Die Untermatratze ist mit attraktiven Stoffen bezogen, was für eine schicke Optik sorgt und im Schlafzimmer ein tolles Ambiente schafft. Doppelbetten werden oft mit zwei Federkernboxen ausgestattet. Die Obermatratze sollte auf die Untermatratze abgestimmt sein, damit der erwünschte Effekt dieses wunderbaren Bettsystems optimal genutzt werden kann. Den Abschluss bildet die Toppermatratze, auch kurz Topper genannt. Das ist die sogenannte Liegefläche als Abschluss des Boxspringbetts. Dieser Teil des Bettes kann mit einer Matratzenauflage im herkömmlichen Sinn verglichen werden. Bei einem Boxspring-Doppelbett wird der Topper durchgängig angeboten. Somit wird die ungeliebte "Besucherritze" überbrückt. Die Topper sind mit waschbaren Überzügen ausgestattet und garantieren auf diese Weise Hygiene und Sauberkeit. Mit einem Spannbettlaken kann entweder nur die Toppermatratze oder aber die Toppermatratze in Verbindung mit der Obermatratze bezogen werden.

    Unterschiedliche Härtegrade und Materialien

    Boxspringbetten werden in verschiedenen Materialien, Stilrichtungen und Härtegraden zusammengestellt und zum Kauf angeboten. Es gibt sie in den Härtegraden H1 für weich bis H5 für hart. Die Härtegrade H2 und H3 werden von den meisten Kunden bevorzugt. Für guten Schlafkomfort sollte bei einem normalen Bettmodell ebenfalls auf den Härtegrad geachtet werden. Kaltschaum und Federkernmatratzen gibt es ebenso in vielen unterschiedlichen Angeboten, jedoch spielt hier auch die Federung der Auflagefläche eine enorm wichtige Rolle.

    Fazit:

    Auf lange Sicht zeigt sich ein Boxspringbett als gute Investition, obwohl es in der Anschaffung teurer ist. Die Haltbarkeit der schicken Bettanlage ist aber deutlich höher als bei einer normalen Bettanlage. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Obermatratze eine Lebensdauer von wenigstens fünfzehn Jahren hat. Auch der Komfort für eine ruhige Nacht scheint exzellent zu sein.

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