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Chronik

ROSA ZAININGER UND HEDWIG RID: EINE ÄRA STARKER FRAUEN

1916

Rosa Zaininger (*1876) beginnt in München-Schwabing, Theresienstraße 112, mit der Reinigung von Betten-und Bettfedern. Mit der Dienstleistung verdient sie nach dem Tod ihres Mannes, eines Ofensetzers (1911), den Lebensunterhalt für sich und ihre drei minderjährigen Töchter (Rosa Babetta, Hedwig Maria, Brigitta Anna). Mitten im Ersten Weltkrieg ist der Bedarf nach der Dienstleistung Bettfedernreinigung groß: Neue Federn sind Mangelware (und die alten Federn verklumpen in den wegen Kohleknappheit ungeheizten Räumen). Zudem ist das Angebot an Arbeitskräften im Dienstleistungssektor angespannt: Viele Frauen arbeiten in der Rüstungsindustrie und stehen so nicht mehr zur Verfügung.

1918

Rosa Zaininger erweitert die Bettfedernreinigung um den Verkauf von Bettfedern und gebrauchten Betten. Handel und Dienstleistung meldet sie am 31. Januar als Gewerbe an.

1919

Rosa Zaininger macht den Schritt zum stationären Handel. Sie mietet ab November ein kleines Ladengeschäft in der Theresienstraße 57 mit einem Schaufenster. Das bislang recht schmale Sortiment aus Bettfedern und gebrauchten Betten erweitert sie um Matratzen, Bett- und „Leibwäsche“. Die Reinigung der Federn erfolgt weiter in der Theresienstraße 112. Die Bettfedernreinigung, im Münchener Volksmund „Bettenputzerei“ genannt, ist der Hauptumsatzbringer des Betriebs. Rosa Zaininger professionalisiert die Reinigung und investiert in eine von Hand angetriebene Bettfedernreinigungsmaschine des Marktführers Lorch.


 

1923

Hedwig Maria (*1907), Rosa Zainingers zweite Tochter, schließt am 22. März die Kaufmännische Fortbildungsschule für Mädchen nach zweijährigem Besuch (ab 2. Mai 1921) als „Kontoristin“ ab. Ihre Ausbildung zur Bürokraft in einem kaufmännischen Betrieb umfasst Fächer wie Handelskorrespondenz, kaufmännisch Rechnen, Buchführung sowie Wechsel- und Scheckkunde. So vorbereitet tritt Hedwig in das Bettengeschäft ihrer Mutter ein. Hedwig übernimmt die Bedienung der handbetriebenen Bettfedernreinigungsmaschine sowie Abholung und Auslieferung von Betten mit einem Transportfahrrad. Die Warenzulieferung erfolgt über lokale Geschäftskontakte: Inlets bezieht Rosa Zaininger von Knee & Eicher, Federn von der Firma Adler, Stoffe und sonstiges Zubehör bei Firma Weil in der Tattenbachstraße. Die Hyperinflation des Jahres 1923 übersteht das Geschäft. Eine Dienstleistung wie die Bettfedernreinigung machte die umgehende Anpassung der Preise an die schnelle Geldentwertung möglich. Die kurze Zeitspanne zwischen Auftragserteilung und Bezahlung begrenzte die Auswirkung der Inflation auf den vereinbarten Preis. Einnahmen konnten sofort in kurzfristige Investitionsgüter (Inlets, Federn) reinvestiert werden, während kapitalvernichtendes Ansparen von Investitionsmitteln nicht notwendig war.

1925

Hedwig Maria heiratet am 2. April den Kaufmann Ludwig Rid (*1899). Rid steigt nicht in das Unternehmen ein, sondern bleibt als Handelsvertreter selbständig. Auf ihn geht der spätere Unternehmensname zurück.

1928

Hedwig Rid führt für ein Jahr das Bettengeschäft Theresienstraße 57 im Namen ihrer Mutter weiter. Rosa Zaininger zieht am 15. Januar mit ihrer jüngsten Tochter Brigitta Anna, die an Asthma leidet, nach Bad Reichenhall. Dort eröffnet sie ein weiteres Bettengeschäft im Haus Unterer Lindenplatz 4 (Ecke Rosengasse). 

1929

Zum 1. Januar übernimmt Hedwig Rid die Bettenreinigung mit Bettspezialgeschäft für einen Kaufpreis von 5.000 RM vollständig von Firmengründerin Rosa Zaininger, die ihr Gewerbe am 29. Januar in München abmeldet. Die Firmengründerin scheidet aus dem Unternehmen aus. Am 27. Mai kommt Sohn Günther Rid zur Welt. In der Theresienstraße 57 bezieht Hedwig Rid größere Geschäftsräume unmittelbar neben dem bisherigen Laden.

1932

Nach dem Börsencrash vom Oktober 1929 geht mit der Krise der Weltwirtschaft die Wirtschaftsleistung im Deutschen Reich stark zurück, die Arbeitslosigkeit steigt auf Rekordhöhe. Auch das Bettengeschäft von Hedwig Rid kämpft offenbar mit Umsatzeinbußen. Deshalb sichert Hedwig Rid mit einem Zusatzeinkommen ihren Lebensunterhalt und das Geschäft: Im Juli 1932 übernimmt sie einen Kleinhandel mit Zeitungen und Zeitschriften und verteilt morgens ab 5.00 Uhr die Münchner Neuesten Nachrichten gegen Provision.

(Rosa und Brigitta Anna Zaininger kehren 1932 nach München zurück, steigen jedoch nicht wieder in das Bettengeschäft von Hedwig Rid mit ein.)

1936

Hedwig Rid übernimmt größere Geschäftsräume in der Augustenstraße 74, damals der Hauptgeschäftsstraße in München-Schwabing. Die auf 100 qm vergrößerte Verkaufsfläche ermöglicht ihr eine Verbreiterung und Vertiefung des Sortiments: Der Handel mit Betten und Betttextilien gewinnt gegenüber der Bettfedernreinigung stärker an Gewicht. Das Geschäft verfügt über zwei Schaufenster und firmiert unter „Bettenspezialgeschäft und -reinigung H. Rid“. Hedwig Rid erwirbt einen DKW als Firmenwagen für 1.642 RM. 
Die ökonomischen Rahmenbedingungen für die Vergrößerung und Investition scheinen günstig: Im nationalsozialistischen Staat führt die massive Ausweitung der Rüstungswirtschaft (zur Vorbereitung des Zweiten Weltkriegs) zu einem Wirtschaftsaufschwung bei gleichzeitigem Rückgang der hohen Arbeitslosigkeit.

1938

Der Umzug wirkt sich positiv aus: Hedwig Rid kann erstmals eine Angestellte einstellen, der steuerpflichtige Umsatz steigt von 6.000 RM 1932 auf 7.500 RM 1938. Hedwig Rid tritt in die NS-Frauenschaft ein.

1939

Der Zweite Weltkrieg bedeutet für das Bettenspezialgeschäft von Hedwig Rid – anders als bei vielen von Männern geführten Unternehmen, deren Geschäftsführer zum Kriegsdienst einberufen werden und die daraufhin ruhen – zunächst keinen tiefen Einschnitt. Sie führt ihren Laden weiter und kann den Umsatz trotz Bezugsscheinsystem und Warenknappheit bis 1943 um gut 50 Prozent (gegenüber 1938) auf 11.900 RM steigern. Zum Umsatz trägt bis Kriegsende die Verkaufsstelle für die Münchner Neuesten Nachrichten bei.

1942

Der Handel mit Betten und Heimtextilien überwiegt gegenüber der Bettfedernreinigung immer mehr. Die Behörden ordnen den Eintrag als Einzelunternehmen in das Handelsregister an, der am 29. Juni erfolgt. Der Geschäftszweck wird mit „Betteneinzelhandel und Bettenreinigung“ beschrieben. Hedwig Rid verpflichtet sich, das Geschäft nur unter ausgeschriebenem Vor- und Zunamen zu führen. Der Name wird auf „Hedwig Rid Bettenspezialgeschäft“ festgelegt.
 

1945

Totalzerstörung des Geschäftes Augustenstraße 74 sowie des Warenlagers am 4. Januar bei alliierten Luftangriffen.  Bereits vier Tage später eröffnet Hedwig Rid ein provisorisches Geschäft in Ladengemeinschaft mit dem unzerstörten Textilhaus Wilhelm Krumbacher in dessen Geschäftsräumen Augustenstraße 37.  Hedwig Rid widersetzt sich der Aufnahme ihres Sohns Günther Rid in die Hitler-Jugend (HJ) und stellt die Zahlungen an die NS-Frauenschaft ein.

Der Verkauf der Münchner Neuesten Nachrichten endet am 1. Mai unmittelbar nach Einmarsch der US-Armee in München. Im folgenden November meldet Hedwig Rid den Kleinhandel mit Zeitungen und Zeitschriften ab.

Nach Kriegsende und Freigabe des Handels durch die US-Militärregierung in Bayern erhält Hedwig Rid mit License Nr. E H 1249 die Erlaubnis zur Fortführung ihres Einzelhandels in Ladengemeinschaft mit dem Textilhaus Krumbacher. Der Umsatz stürzt nach Ausbombung und Kriegsende ab und erreicht mit 1.500 Reichsmark nur gut zwölf Prozent des Umsatzes von 1943 (11.900 RM). Um überhaupt Umsatz bei kaum aufzutreibender Ware zu erzielen, weicht Hedwig Rid auf sortimentsfremde Waren wie Glasknöpfe und Spielzeug aus.


1947

Hedwig Rid wird am 12. April als unbelastet entnazifiziert. Die schwierige politische und wirtschaftliche Lage, insbesondere das zerrüttete Reichsmark-Währungssystem, machen Hedwig Rid die Wiederankurbelung ihres Bettenspezialgeschäfts nicht einfach.

1948

Hedwig Rid übernimmt für kurze Zeit die Gesamtfläche der bisherigen Ladengemeinschaft in der Augustenstraße 37, nachdem das Textilhaus Krumbacher eigene Räume bezieht. Unterstützung erhält sie von einem Lehrmädchen. Allerdings wird das Mietverhältnis gekündigt und endet zum 31. Mai 1949.

Nach der Währungsreform am 20. Juni und der sich abzeichnenden Gründung der Bundesrepublik stabilisiert sich die wirtschaftliche Lage: Die Eröffnungsbilanz zum 21. Juni weist 1 DM bei einem Warenbestand von 4.000 DM aus.

1949

Die für die Zukunft des Unternehmens bedeutendste Entscheidung trifft Hedwig Rid im Jahr 1949: Sie entschließt sich mit ihrem Geschäft ins Stadtzentrum Münchens zu ziehen. Sie mietet in der Sonnenstraße 11, in einem der ersten nach der Währungsreform wieder neu aufgebauten Häuser, dem Riegerblock, im Erdgeschoss 100 qm Verkaufsfläche an. Am 1. und 2. Juni erfolgt der Neubeginn mit Umzug und Eröffnung. Ihre Belegschaft besteht aus drei Personen: Sie selbst, das Lehrmädchen und Sohn Günther. Er tritt im Frühjahr auf Bitte seiner Mutter, die den Arbeitsumfang nicht mehr ohne Unterstützung bewältigen kann, als unbezahlter Angestellter in die Firma ein. Zugleich gibt er sein 1948 begonnenes Medizinstudium auf und schreibt sich im Studiengange Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilian-Universität in München ein.

1952

Kauf des Hauses Neuhauser Straße 12 (damals Hausnummer 50) und Beginn der Planungen für den Umbau. Das Haus ist die erste Immobilie im Eigentum des Familienunternehmens.

1953

Hedwig Rid ändert am 13. Mai den Namen ihrer Firma in „Betten Rid“ und gibt dem Unternehmen damit den bis heute genutzten Namen. Wohl in diesem Zusammenhang erfolgt die Einführung einer Bildmarke, der Federn schüttelnden Frau Holle.

Ab Ostern erfolgt der vollständige Umbau des Hauses Neuhauser Straße 12. Am 28. August eröffnet dort die erste Betten Rid-Filiale. Die Verkaufsflächen erstrecken sich über insgesamt drei Etagen. Auf der zweiten Etage, dem Federn-Stockwerk, stehen 18 Federn- und Daunenqualitäten, sauber und hygienisch unter Glas, zur Auswahl. Darauf bezieht sich die Aussage des Juniorchefs, Günther Rid: „Die Seele eines richtigen Bettengeschäftes ist die Federnabteilung.“ Im Beisein des Kunden können die ausgewählten Inlets und Federn- bzw. Daunenfüllungen zu Kopfkissen oder Oberbetten verarbeitet werden.

Günther Rid schließt sein Studium zum Diplomkaufmann am 20. Februar mit „sehr gut“ ab.


DER WEG ZUM BEKANNTEN BETTENFACHGESCHÄFT: DIE ÄRA GÜNTHER RID

1954

Günther Rid tritt am 6. Oktober neben Hedwig Rid als persönlich haftender Gesellschafter in die ab 1. Januar bestehende offene Handelsgesellschaft „Betten Rid“ ein.

1955

Umbau des Stammhauses Sonnenstraße 11 mit Vergrößerung der Verkaufsfläche durch Übernahme der Fläche der insolventen, benachbarten Firma Stoff Kübelsbeck. Der Umsatz beider Geschäfte wächst im bundesdeutschen Wirtschaftswunder. Günther Rid erwirbt das Gebäude Neuhauser Straße 25.

Günther Rid erhält nach bestandener mündlicher Prüfung am 29. Juli den Doktortitel von der Staatswirtschaftlichen Fakultät der Ludwig-Maximilian-Universität München verliehen. Thema seiner Doktorarbeit ist „Die betriebswirtschaftliche Problematik der Nachwuchsförderung im Einzelhandel.“ Die Thematik beschäftigt Dr. Günther Rid auch nach Abschluss der Promotion weiter und mündet 1987 in die Gründung der Günther Rid-Stiftung für den bayerischen Einzelhandel. 

1958

Dr. Günther Rid erwirbt einen Teil des Grundstücks Theatinerstraße 47. Das Grundstück hat die Stadt München bis zur Entscheidung über die Linienführung der Straßenbahn im Rahmen eines innerstädtischen Nahverkehrssystems mit einer Bebauungssperre belegt.

1959

Dr. Günther Rid erwirbt am 11. November die Immobilie Neuhauser Straße 1.

1960

Im Zusammenhang mit dem Wachstum der Firma Betten Rid steht eine hohe Werbeintensität. In Printmedien mit Schwerpunkt München und Umgebung schaltet das Unternehmen jede Woche zeittypische Anzeigen. Betten Rid gehört zu den ersten bayerischen Firmen, die auch im noch jungen Medium Fernsehen werben.

1961

Hedwig und Dr. Günther Rid lösen am 10. November die gemeinsame Gesellschaft auf. Hedwig Rid zieht sich aus der aktiven Geschäftsführung zurück. Dr. Günther Rid wird Alleininhaber des nun als Einzelunternehmen geführten Betriebs. Elisabeth Rid (*1931) übernimmt die Leitung des Einkaufs. Franz Betzler erhält kaufmännische Einzelprokura.

1968

Die Verkaufsfläche des Stammgeschäftes Sonnenstraße 11 wird ein zweites Mal erweitert und im Mai eröffnet. Aufbau und Eröffnung einer zweiten Filiale in der Theatinerstraße im Oktober. Dr. Günther Rid erwirbt die Liegenschaft Tal 6.

1969

Franz Betzler scheidet aus dem Unternehmen aus. Günter Ramming und Werner Sobioch erhalten Prokura.

1972

Gründung der GeHaVau Grundbesitz und Hausverwaltungsgesellschaft mbH am 27. November zur Verwaltung des Grundbesitzes im Eigentum von Dr. Günther Rid. Der erste Büroraum befindet sich in der Sonnenstraße, erste Geschäftsführer sind Dr. Günther Rid und Ruth Angela Wachowiak. An der Gesellschaft ist der kaufmännische Geschäftsführer von Betten Rid, Werner Sobioch, mit fünf Prozent beteiligt.

1975

Dr. Günther Rid erwirbt die Liegenschaft Kaufingerstraße 12.

1977

Schließung und Abbruch der Filiale Theatinerstraße nach Aufhebung der Bebauungssperre durch die Stadt München (infolge des Entscheids für den Bau der innerstädtischen U-Bahn) und einer Arrondierung des Grundstücks durch Flächentausch. Beginn des Aufbaus des heutigen Hauses.

1978

Eröffnung des neuen Bettengeschäfts in der Theatinerstraße mit heute 2.000 qm Verkaufsfläche sowie den Serviceeinheiten Änderungsschneiderei und Stickerei. Betten Rid ist mit seinem größten Haus im Zentrum Münchens vertreten.

Die GeHaVau bezieht einen eigenen Geschäftsraum im 3. Stock der Theatinerstraße. Die Geschäftsführung übernehmen Frau Fritsching und Renate Kohl. Die Gesellschaft verwaltet die Bestandsimmobilien im Eigentum von Dr. Günther Rid und betreut notwendige Renovierungen bzw. Umbauten.


1981

Helga Rid (*1945) tritt ihre Tätigkeit bei der GeHaVau zum 1. April an.

1986

Am 1. Oktober stirbt Hedwig Rid.

Dr. Günther Rid beendet zum 1. Mai das bestehende Einzelunternehmen und firmiert sein Unternehmen zu einer GmbH & Co. Kommanditgesellschaft um. Vollhaftender Komplementär ist die Betten Rid Geschäftsführung GmbH. Neben Dr. Günther Rid treten im Juni Jürgen Schroers, Monika Spiller und Günter Ramming in die Geschäftsführung der GmbH ein. Erwerb des Hauses Neuhauser Straße 49 im November durch Dr. Günther Rid. Nach seiner Entscheidung für eine Zusammenlegung und den grundlegenden Neuaufbau der Häuser Neuhauser Straße 49 und 50 (heute Hausnummer 12) beginnen die Abbrucharbeiten.

1987

Ab März erfolgt der Umbau und die Zusammenlegung der beiden Häuser Neuhauser Straße 49 und 50 mit durchgehender Fläche pro Stockwerk. Da die Fassade des Gebäudes Nr. 49 unter Denkmalschutz steht, muss dieser Teil der Fassade in seiner historischen Formgebung nachgebaut werden. Die schwierigste Aufgabe besteht darin, die nebenan liegende Bürgersaalkirche während der Abbruch- und Aufbauarbeiten vor Beschädigungen zu bewahren. Es entsteht ein Ladengeschäft mit fünf Verkaufsetagen, das am 18. September eröffnet wird. Der neue Laden tritt an die Stelle des Stammgeschäfts Sonnenstraße, das im September aufgegeben wird.

Am 1. Dezember errichtet Dr. Günther Rid die Günther Rid-Stiftung für den bayerischen Einzelhandel. Zentraler Stiftungszweck ist im Wortlaut der ersten Satzung die „Förderung der Berufsausbildung des Führungsnachwuchses im bayerischen Einzelhandel unter besonderer Berücksichtigung mittelständischer Unternehmen.“ Damit geht Dr. Günther Rid ein Thema an, das ihn seit seiner Promotion 1955 intensiv beschäftigt.

Helga Rid erhält Prokura bei der GeHaVau.

1988

Die Eröffnung der Filiale „Betten Ridchen“, Schrammerstraße 3, ein Fachgeschäft speziell für Kinder, erschließt diese Kundengruppe mit einem eigenständigen Filialkonzept.
Die Günther Rid-Stiftung wird am 3. März genehmigt und ist damit rechtsfähig. (Bild: 22) Die Satzung vom 1. Dezember 1987 tritt in Kraft, die Stiftung bezieht Räume in der Theatinerstraße 47 (3. OG, neben Verwaltung Betten Rid). Mit der konstituierenden Beiratssitzung am 23. Juni nimmt die Stiftung ihre Arbeit auf. Dr. Günther Rid amtiert als erster Stiftungsvorstand, Klaus Subjetzki als erster Vorsitzender des Beirats. Jürgen Schroers vertritt die Betten Rid-Geschäftsführung im Beirat.


1989

Dr. Günther Rid expandiert mit seinem Unternehmen erstmals außerhalb Münchens. Er eröffnet im Juni eine Filiale in der Biebergasse in Frankfurt am Main. In München startet er im November mit einer Filiale im Einkaufs-Center Neuperlach PEP. Betten Rid ist damit erstmals mit Verkaufsflächen in einem Einkaufszentrum vertreten.

Die Günther Rid-Stiftung veranstaltet das erste „Vier Wochen Rid-Seminar“ mit dem Themenschwerpunkt „Unternehmensführung im Handel“ mit je einer Seminarwoche im Februar, April, Mai und Juni. Das alljährlich stattfindende Seminarformat entwickelt die Rid-Stiftung zum heutigen Angebot „Unternehmensführung im Handel“ weiter.

1990

Helga Lang tritt im Oktober in die Betten Rid Geschäftsführung ein. Sie folgt Monika Spiller nach, die nach einer Übergangszeit aus der Geschäftsführung ausscheidet.

Die Günther Rid-Stiftung bietet ihr erstes Fortbildungsprogramm an. Die vier jeweils dreitägigen Seminare für Führungsnachwuchskräfte behandeln Themen wie „Werbung im Einzelhandel“. Das Fortbildungsprogramm baut die Rid-Stiftung bis heute erheblich aus. Die Geschäftsräume der Rid-Stiftung werden in den 4. Stock der Theatinerstraße verlegt.

 

VORBILD DES MITTELSTÄNDISCHEN EINZELHANDELS IN BAYERN: DIE ÄRA DER RID STIFTUNG

1992

Nach dem plötzlichen Tod von Dr. Günther Rid am 1. April geht Betten Rid an die gemeinnützige Günther Rid-Stiftung über. Betten Rid wird von einem Familienunternehmen zu einem managementgeführten Unternehmen. Helga Lang, Günter Ramming und Jürgen Schroers führen das Unternehmen als Geschäftsführer in enger Abstimmung mit dem ersten Stiftungsvorstand Dr. Heinz Lehner weiter, der am 1. August sein Amt als Stiftungsvorstand antritt.

Betten Rid ist das bekannteste und das führende Bettenfachgeschäft in Bayern mit vier Filialen in München und einer in Frankfurt und insgesamt rund 250 Beschäftigten. Die Auslieferung wird über zwei Lager und einen internen Fuhrpark abgewickelt.

Helga Rid tritt zusammen mit Renate Kohl die Geschäftsführung der GeHaVau an. Am 1. August wird Helga Rid Beiratsmitglied der Günther Rid-Stiftung.

1994

Im Juli eröffnet eine zweite Filiale außerhalb Münchens am Kurfürstendamm in Berlin. Jürgen Schroers scheidet im November aus der Geschäftsführung aus. Helga Lang folgt ihm im Beitrat der Günther Rid-Stiftung als Vertreterin der Betten Rid- Geschäftsführung nach.

1995

Am 28. April gründen Dr. Heinz Lehner und Helga Lang aus der Betten Rid Geschäftsführungs GmbH die heutige Betten Rid GmbH. Deren alleiniger Gesellschafter ist die gemeinnützige Günther Rid-Stiftung. Helga Lang fungiert ab Mai als alleinige Geschäftsführerin der GmbH. Die bislang operativ aktive Kommanditgesellschaft wird aufgelöst. Günter Ramming beendet im April seine Geschäftsführertätigkeit aus Altersgründen.

Neupositionierung und Neueröffnung der Filiale Neuhauser als „Betten Rid Ideenhaus“ mit eigenem Logo. Für die Münchner Geschäfte nimmt Betten Rid ein zentrales Auslieferungslager mit Warenannahme in München Moosfeld in Betrieb. Die expansive Strategie setzt im Oktober 1995 die Eröffnung einer Filiale in Wiesbaden, Kirchgasse, fort.

1996

Im November Eröffnung einer Filiale im Main-Taunus-Zentrum in Sulzbach.

Die Amtszeiten von Dr. Heinz Lehner als Stiftungsvorstand und Klaus Subjetzki als Beiratsvorsitzender enden am 20. August. Ihnen folgen ab 26. August als Vorstand Dr. Peter Wendt, als Beiratsvorsitzender Dr. Joachim Kormann, Beiratsmitglied seit 1994, nach. Max Rid (*1961), Dr. Günther Rids zweiter Sohn, tritt – auf Bitten seiner Stiefmutter Helga Rid – in dieser schwierigen Situation im September als Sprecher in die Geschäftsführung der Betten Rid GmbH ein. Bereits im Mai übernimmt Dr. Martin Süß in der Geschäftsführung der GmbH den Bereich Personal.

1997

Katharina Saulich übernimmt ab November in der Geschäftsführung den Bereich Ware (Produktmanagement, Warenpräsentation).

Dr. Wendt beendet nach nur neun Monaten seine Amtszeit als Stiftungsvorstand. Ihm folgt am 1. Mai Dr. Hans-Dieter Lentrodt nach. Max Rid folgt Helga Lang als Vertreter der Betten Rid-Geschäftsführung im Beirat der Stiftung nach.

1999

Max Rid tritt im März aus der operativen Geschäftsführung der GmbH aus. Ihm folgt als Sprecher in der Geschäftsführung der Betriebswirt Hans-Walter Fink nach und übernimmt das Ressort Finanzen/Marketing/Logistik. Als Sprecher der Geschäftsführung tritt er in den Stiftungsbeirat ein, der dabei von sechs auf sieben Personen erweitert wird. Max Rid engagiert sich bis heute im Beirat der Stiftung.

2000

Dr. Martin Süß tritt im Januar aus der Geschäftsführung der Betten Rid GmbH aus.

2001

Bei der Betten Rid GmbH folgt Eveline Jelinek im April dem im Vormonat ausgeschiedenen Hans-Walter Fink in der Geschäftsführung sowie im Beirat der Günther Rid- Stiftung nach. Es folgt eine Konzentration auf die Stammmärkte in München und Frankfurt: Die Filiale in Wiesbaden wird im September, die Filiale in Berlin im Oktober geschlossen.

Bei der GeHaVau tritt Franz Xaver Schmid die Nachfolge von Renate Kohl an.

2002

Im Rahmen der Konzentration auf die Stammmärkte folgt im Oktober die Eröffnung einer Filiale im Olympia-Einkaufszentrum, München. Mit dem Start des E-Commerce führt die Betten Rid GmbH eine neue Vertriebsschiene ein. Die Verwaltung der Betten Rid GmbH zieht von der Theatinerstraße 47 in die Neuhauser Straße 12.

Die Rid-Stiftung bezieht ihre heutigen Räume. Als Vorstand der Rid-Stiftung folgt am 1. April Volker Jakobitz, Beiratsmitglied seit 26. August 1996, auf Dr. Lentrodt. Die Zahl der Beiratsmitglieder verringert sich von sieben auf sechs, die Zusammensetzung bleibt bis 2008 konstant.

2004

Im März Eröffnung einer Filiale in den Riem Arcaden, München.

2005

Die Rid-Stiftung setzt mit dem Thema „E-Commerce für den Mittelstand“ einen neuen inhaltlichen Schwerpunkt. Sie bietet erstmals ein Coaching-Programm „E- Commerce und Multichannel“ an.

2006

Die Filiale „Betten Ridchen“ in der Schrammerstraße, München, wird als eigene Abteilung in die Filiale in der Theatinerstraße eingegliedert.

Die Rid-Stiftung verbreitert das Angebot für unternehmensbezogene Coachings mit den Themen „Zukunftsstrategien“ und „Qualitätsoffensive“.

2007

Zum Jahresbeginn Schließung der Filiale im Olympia-Einkaufszentrum, München.

2008

Manfred Hoefle folgt am 1. April Volker Jakobitz als Vorstand der Rid-Stiftung nach. Peter Habit wird als Beiratsmitglied berufen.

2009

Abschluss der zweijährigen Modernisierung der Filialen in der Theatinerstraße und Neuhauser Straße in München sowie des Hauses in der Frankfurter Biebergasse.

Der Jurist Peter Habit übernimmt am 1. Mai bis Juni 2014 den Stiftungsvorstand.

2010

Ausrichtung der Betten Rid GmbH zu einem Multichannel-Anbieter. Die bereits im Jahre 2002 eingeführte Vertriebsschiene E-Commerce wird mit einem neuen Online- Shop weiter ausgebaut. Die Filiale im Einkaufs-Center Neuperlach PEP schließt zum Jahresbeginn.

Helga Rid erhält im September die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für den außerordentlichen gesellschaftlichen Einsatz der Rid- Stiftung für den beruflichen Nachwuchs im bayerischen mittelständischen Einzelhandel.

Die Rid-Stiftung intensiviert ihr Engagement beim Thema „E-Commerce für den Mittelstand“ weiter und veranstaltet den ersten Bayerischen E-Commerce-Kongress im Künstlerhaus am Lenbachplatz. (Bild: 25) Ein jährlicher Kongress wird zu einem festen Programmpunkt im Angebot der Rid-Stiftung: (2011 und 2012 folgen der 2. und der 3. Bayerische E-Commerce-Kongress.)

2011

Die Betten Rid GmbH schließt Ende Dezember die Filiale im Main-Taunus-Zentrum. Im E-Commerce-Bereich erfolgt ein Relaunch des Online-Shops. Eveline Jelinek scheidet im September aus der Geschäftsführung der GmbH sowie aus dem Beirat der Rid-Stiftung aus.

Nach 14 Jahren als Vorsitzender des Beirats gibt Dr. Kormann im September sein Amt aus gesundheitlichen Gründen auf. Als Nachfolger wird Prof. Dr. Dirk Funck am 14. September gewählt.

Helga Rid feiert 30-jähriges Betriebsjubiläum als Mitarbeiterin der GeHaVau.

2012

Robert Waloßek übernimmt im Juli die Geschäftsführung der Betten Rid GmbH von der im Vormonat als Geschäftsführerin ausgeschiedenen Katharina Saulich.

Dr. Kormann scheidet im April mit Erreichen der satzungsgemäßen Altersgrenze aus dem Beirat aus. Robert Waloßek wird am 27. September als Beiratsmitglied bestellt.

2013

Das Firmen-Logo und das gesamte Corporate Design der Betten Rid GmbH werden überarbeitet. Die neue Schreibweise BETTENRID ersetzt die bisherige Namensform „Betten Rid“. Im Haus Neuhauser Straße in München beginnt ein Teilumbau.

Die Rid-Stiftung führt zum 25-jährigen Bestehen am 29. Oktober einen Innovationskongress in München durch. Vorträge setzen sich mit den Themen „Ideenfindung“ und „Innovationsmanagement“ auseinander. Im Zentrum der Veranstaltung steht der Rückblick auf ein erfolgreiches Innovationsprojekt. Stiftungsvorstand Peter Habit richtet seine Jubiläumsansprache in Form eines persönlichen Briefs an Stiftungsgründer Dr. Günther Rid. (Bild: 26) Zugleich intensiviert die Rid-Stiftung ihr Engagement beim Zukunftsthema „E-Commerce“ weiter und führt eine zertifizierte Ausbildung zum E-Commerce-Manager ein. Seit 1989 hat die Rid-Stiftung mehr als 200 Fachseminare mit mehr als 3.500 Teilnehmenden durchgeführt.

2014

BETTENRID fokussiert sich auf die drei Standorte Theatinerstraße und Neuhauser Straße sowie Frankfurt am Main. Mit der BETTENRID-Fläche in den Riem Arcaden schließt Ende März die letzte Filiale in einem Einkaufszentrum. Im kleineren Centerformat ist die konsequente Umsetzung der BETTENRID-Strategie als Experte rund um das Thema Schlaf nicht mehr möglich.

In Frankfurt zieht BETTENRID am 4. September von der Biebergasse in die Kaiserstraße 9. Im Rahmen des Standortwechsels wird dort das aktuelle BETTENRID- Shop-Design umgesetzt. Es entstehen neue Erlebnis- und Wohnwelten.

Das Haus Neuhauser Straße 12 eröffnet am 18. September 2014 nach Umbau und Erweiterungsbauten. Das Shop-Konzept lädt zum Erlebniskauf in Wohlfühlambiente ein und setzt verstärkt auf Emotionalisierung, inspirierende Raumkonzepte sowie Individualisierung der Produkte im hauseigenen Maßatelier.

Die Logistik der BETTENRID GmbH wird weiter optimiert: Ein neues Warenwirtschaftssystem wird eingeführt, ein Zentrallager zur Annahme und Auszeichnung der Ware, zur Belieferung aller drei Häuser sowie zur Abwicklung der Online-Bestellung wird errichtet.

Die Soziologin Michaela Pichlbauer wird am 1. Juli Vorständin der Rid-Stiftung. Seit 2014 veranstaltet die Stiftung jährlich den Rid Zukunftskongress. Die unternehmensbezogenen Coaching-Angebote fasst die Stiftung zu ihrem Premiumförderungsprogramm zusammen.

2015

Helga Rid feiert am 2. Juni ihren 70. Geburtstag. Die Rid-Stiftung veranstaltet ihr zu Ehren einen Empfang im Bayerischen Hof. Satzungsgemäß scheidet sie aus der Geschäftsführung der GeHaVau sowie aus dem Beirat der Rid-Stiftung aus.