1) Faserfüllungen
Moderne Textilfasern sind synthetisch
hergestellte Fasern, die für ihren jeweiligen Verwendungszweck
optimiert werden. Ferner gibt es auch ganz neue High-Techfasern aus
nachwachsenden Rohstoffen.
Bei der Herstellung der Fasern, sowie der späteren Verarbeitung zum
Bettwarenvlies, gibt es große Unterschiede. Als Ergebnis
jahrzehntelanger Erfahrung kommen bei Betten Rid nur Fasern zum
Einsatz, die in Bezug auf:
- Bauschelastizität
- Anschmiegsamkeit
- Wärmedurchgangsverhalten (Wärmeisolationsvermögen / Wärmeleistung
/ Wärmespeicherkapazität)
- Feuchtigkeitstransport
- Bettklima
optimiert sind.
Polyester-Stapelfasern:
Stapelfasern sind Fasern, die auf eine bestimmte
Länge, je nach Verwendung, zugeschnitten sind. Ein
Stapelfaser-Vlies besteht aus lose zusammenliegenden Fasern, welche
noch nicht miteinander verbunden sind. Die Festigkeit eines Vlieses
beruht nur auf der fasereigenen Haftung
Das Stapelfaservlies verfügt über einen dauerhaften Bausch, der zum
einen dafür sorgt, dass das Bett kuschelig und weich ist, zum
anderen auch viel Luft zwischen den Fasern speichern kann. Bei
hochwertigen Betten werden Hohlfasern verwendet. Eine Hohlfaser ist
rund und innen hohl. Das sorgt für eine gute Wärmeisolation der
Bettdecken und da Hohlfaser leicht sind, auch für ein geringeres
Gewicht der Bettdecke. Um ein trockenes Schlafklima zu ermöglichen,
ist die Hohlfaser so konzipiert, dass die vom schlafenden Körper
abgegebene Feuchtigkeit direkt abtransportiert und an die
Umgebungsluft abgegeben wird. Ferner sind Qualitätsfasern
silikonisiert. Durch das Silikonisieren werden die Fasern weicher
und geschmeidiger. Ferner wird die Reibung der Fasern aneinander
minimiert.
Polyester-Endlosfasern:
Polyester-Endlosfasern sind Faser, die nicht
geschnitten werden, bzw. erst nachdem bei einem Endlosfaserbett das
gewünschte Füllgewicht erreicht ist.
Ein Endlosfaservlies wird in der Regel quer verarbeitet, d.h. die
Endlosfaser werden quer gelegt und anschließend wird das Bett längs
mit Steppnähten fixiert. Durch diesen Aufbau ist das Bett nicht nur
besonders anschmiegsam, sondern auch extrem strapazierfähig und
waschbeständig.
Polyester-Microfasern:
Mikrofasern ist eine Sammelbezeichnung für
Fasern, die feiner als1 dtex sind, d.h. 1 Gramm der Faser hat eine
Länge von 1000 Meter. Betten mit Microfaserfüllungen beeindrucken
nach Messungen des Forschungsinstituts Hohenstein mit einem enormen
Wärmerückhaltevermögen. Es liegt deutlich höher als bei Betten mit
einer Füllung aus üblichen Polyester-Fasern. Dazu sind Microfaser
auch noch unbeschreiblich leicht. Eine ideale Füllung, um
isolierende Luft zu speichern und Körperwärme zu reflektieren.
Microfaserfüllungen besitzen einen sehr hohen
Feuchtigkeitsabtransport und außerdem sind die Microfasern extrem
atmungsaktiv. Die Feuchtigkeit, die während des Schlafens abgegeben
wird, nimmt die Faser nicht auf, sondern leitet sie unmittelbar
nach außen ab. Eine Microfaser- Bettdecken arbeitet nach dem
gleichen Prinzip wie Funktionsbekleidung im Leistungssport. Sie
sind extrem leicht, leiteten Feuchtigkeit ab und wärmen trotzdem.
Die Microfaser bieten bei optimalen Isolationseigenschaften eine
extreme Atmungsaktivität. Echte Microfaser für Bettenfüllungen sind
nur die Fasern Thinsulate von 3M und PrimaLoft®
Polyester-PLA-Fasern:
Aus PLA-Fasern lassen sich Verpackungen, Füllungen für Kissen
und Betten oder Garne für Stoffe mit hervorragenden
Trageeigenschaften herstellen.
PLA wird aus jährlich nachwachsenden Pflanzen hergestellt und ist
biologisch abbaubar. Weizen, Mais, Reis oder einfach
landwirtschaftlicher Abfall, alle Pflanzenteile, die den Zucker
Glucose enthalten, können verwendet werden.
Für Betten und Kissen eignen sich diese Fasern in Mischung mit
Tencel oder Microfasern. Es ergeben sich dadurch deutliche Vorteile
beim Feuchtigkeitsmanagement und der Atmungsaktivität.
2) Naturhaar- und -faserfüllungen
Zudecken mit Naturaaren und NaturfasernNicht jedes Tierhaar ist
für den Einsatz in Steppbetten geeignet. Ganz bestimmte
Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit die Natur ein Haar so
formt und entwickelt, wie wir es für unsere Steppdecken benötigen.
Entscheidend sind die klimatischen Voraussetzungen, die das Wetter
und auch das Futter bestimmen. Nicht zufällig zeichnen sich die
Gegenden, in denen wir für unsere Edelhaar-Produkte einkaufen,
durch ein recht raues und unwirkliches Klima aus. Für solche
Gegenden hat die Natur nämlich ein ganz spezifisches Haar
entwickelt, dessen Eigenschaften auch in Europa für den guten
Schlaf wichtig sind.
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Cashmerehaare:
Das bekannteste Edelhaar ist die Cashmere-Wolle. Sie stammt von der
Cashmere-Ziege, welche ursprünglich in der indischen Provinz
Kaschmir lebte. Heutzutage wird nur noch wenig aus dieser Region
geliefert, die Haupterzeugerländer sind China, Mongolei, Iran und
Afghanistan. Es gibt überwiegend schwarze, braune und weisse
Cashmere-Ziegen. In dem rauen Klima der Gebirgslandschaft und in
Höhen über 3.000 m bildet sich bei der Cashmere-Ziege Unterwolle,
die das Tier auch bei Temperaturen bis zu -40°C überleben lässt. Je
härter die Umweltbedingungen sind, desto schöner und dichter ist
das wärmende Flaumhaar unter der groben, glatten Granne (Deckhaar).
Im Frühjahr wechselt die Cashmere-Ziege ihr Haarkleid. Der Hirte
kämmt die Ziege mit einem grobzinkigen Kamm oder sammelt z.B. in
Büschen hängengebliebene Wollbüschel auf. Ein Scheren der Ziegen
ist nicht möglich, da die Tiere dann in den kalten Nächten
erfrieren würden. Die dabei gewonnen Haare enthalten allerdings
neben dem erwünschten Flaumhaar noch allerhand Schmutz, Wollfett
und grobes Deckhaar. Durch Waschen und mit Hilfe der
Zentrifugalkraft werden die groben Bestandteile entfernt. Somit
erhält man aus 500 gr. Rohcashmere ca. 120 - 180 gr. Unterhaar,
welches zur Weiterverarbeitung verwendbar ist. Der Jahresertrag pro
Cashmere-Ziege beträgt ca. 50 gr.
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Camelhaare:
Kamele sind Tiere der Wüste, genügsam und ausdauernd; sie werden
als Lasttiere, als Zugtiere für Ackerbau und vor allem in großen
Herden für die begehrte Kamelhaargewinnung gehalten. Die feine
Kamelwolle, wie wir sie ausschliesslich verarbeiten, stammen vom
zweihöckrigen Kamel (Trampeltier). Seine Heimatländer sind die
Hochebenen Westchinas und die äussere Mongolei. Es gibt kein
anderes großes Tier, das in den kargen Zonen dieser Länder
existiert. Gegen das raue Klima und die extreme Kälte schützen sich
die Tiere durch das hochfeine Unterhaar ihres Fells. Die Kamele
werden im allgemeinen nicht geschoren; sie werfen vielmehr im
Frühjahr ihre Wolle büschelweise ab. Diese wird nach Feinheit
sortiert. Ein ausgewachsenes Kamel produziert ca. 5 kg Wolle
jährlich.
Junge Kamele sind bis zu einem Alter von 1 Jahr naturblond, fast
weiss. Ihr weiches Haar, das baby-Haar ist besonders geschätzt. Da
das Kamelhaar durch Sortieren nicht vollständig von dem groben
Deckhaar (Grannen) befreit werden kann, wird es vielfach in einer
komplizierten Entgrannungsanlage weiter verarbeitet. Die so
veredelte Kamelwolle ist spezifisch leicht und wird wegen des
seidigen, goldenen Glanzes und des weichen, warmen Griffs besonders
geschätzt.
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Merino-Schafschurwolle
Diese Tiere sind die eigentlichen Wollieferanten für den Welthandel
und werden schon seit dem 17. Jahrhundert in Südafrika und
Australien gehalten, nachdem sie ursprünglich in Spanien streng
gehütete Zuchtergebnisse der spanischen Krone waren. Durch
wissenschaftlich betriebene Zuchtfolge ist der Wollertrag
qualitativ und quantitativ ständig gesteigert worden. Heute
erbringt ein Merinoschaf den fünffachen Ertrag eines gewöhnlichen,
heimischen Hausschafes bis zu 10 kg Wolle. Die Merinowolle ist
kurz, sehr fein und kraus; sie dient insbesondere der Herstellung
von Kleidung.
Frische, geschorene Schafwolle enthält nach der Schur folgende
Bestandteile: Wollfette, Wollschweiss, Schmutz und Feuchtigkeit.
Unter Umständen auch Rückstände von Pestiziden. Diese Bestandteile
können bis zu 50% der geschorenen Rohwolle ausmachen. Vor der
weiteren Verarbeitung müssen diese Bestandteile bei der Schaf
Rohwolle erst ausgewaschen werden.
Schafwollqualitäten richten sich nach der Feinheit der Wolle, nach
der Kräuselung und nach der Haarlänge. Schaf-Rohwolle gibt es in
den Stärken von 20 bis 40 Mikrometer. Sehr feine Merinoqualitäten
liegen auch bei 16 bis 18 Mikrometer (tausendstel Millimeter)
Durchmesser.
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Baumwolle
Baumwolle gehört zu der Familie der Malvengewächse und besteht zu
90% aus Zellulose, dem Grundstoff aller Pflanzen. Ihre Blüte sieht
der bei uns wachsenden Stockrose und dem Rosen-Hibiscus sehr
ähnlich. Die Pflanzen wachsen strauch- und baumartig und erreichen
je nach Art, Boden, Klima und Kulturmethode eine Höhe von 25 cm bis
über 2 m.
Die Baumwollpflanze benötigt bei der Aussaat Feuchtigkeit und im
Stadium der Reife viel Wärme, weshalb sich die Anbaugebiete in der
tropischen und subtropischen Zone befinden. Von der Aussaat bis zur
Ernte verstreichen 175 bis 225 Tage. Einige Tage nach der Aussaat
sprießt der Keimling.
Die Pflanze entwickelt sich in rund 3 Monaten bis zur Blüte. Der
Fruchtknoten in der Blüte verwandelt sich nach der Befruchtung zur
Kapsel. Diese hat in ca. 3 Wochen ihre volle Größe erreicht und
springt etwa 50 Tage nach der Blüte auf. Die Samenfasern quellen
hervor. In einer Baumwollkapsel befinden sich in 3 bis 5 Fächern
bis zu 30 Samen und an jedem Samen 2000 bis 7000 Fasern. Während
des Wachstums gleicht die Baumwollfaser einem feinen Röhrchen, das
mit Wachstumsflüssigkeit gefüllt ist. Diese trocknet während der
Reifezeit ein und verwandelt sich in Zellulose. Die Seitenwände
fallen nun ein, es bilden sich die bandförmigen bzw.
korkenzieherartigen Windungen, die nur bei Baumwolle anzutreffen
sind und die den Zusammenhalt der Fasern im Garn verbessern.
Die geerntete Baumwolle wird zum Nachreifen und Trocknen rund 30
Tage gelagert und kommt dann auf Entkörnungsmaschinen, welche die
Fasern von den Samenkörnern trennen. Man erhält Baumwollfasern mit
einer Stapellänge von rund 15 bis 50 mm. Am Samen befinden sich
noch kurze, zum Verspinnen ungeeignete Fasern. Da sie auch aus
Zellulose bestehen, verwendet man sie unter anderem zur Herstellung
von zellulosischen Chemiefasern. Der Samen wird z.B. zur
Ölgewinnung verwendet. Aus 100 kg Baumwolle am Kern erhält man etwa
35 kg Fasern, 62 kg Samenkörner und 3 kg Abfall.
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Seide
Raupen, die aus den Eiern der Seidenspinner und anderer
Schmetterlinge schlüpfen, spinnen sich nach einer Lebensdauer von
ca. 28 bis 38 Tagen und einer viermaligen Häutung im Zeitraum von
ca. 33 Tagen, währenddessen sie ihr Gewicht und ihre Größe
vervielfachen, in einer Hülle aus feinen Endlosfasern (Filamente)
ein, in der sie sich in Puppen verwandeln können. Diese Filamente
entstehen aus einer farblosen, flüssigen Masse, die die Raupen aus
Drüsen am Kopf pressen, und die dann sofort an der Luft
erstarren.
Die Tussahseide, bekannt unter der Bezeichnung Wildseide, zeigt
einen relativ groben Aufbau, der diese Seidenart glanzarm, aber
trotzdem elegant wirken lässt.
Die Seidenqualität läßt sich aber auch hinsichtlich der
Garngewinnung unterscheiden. Hier wird von uns ausschliesslich die
sogenannte Haspelseide verarbeitet. Als Haspelseide bezeichnet man
die vom Kokon abgewickelte Endlosfaser (Filament), die besonders
weich, geschmeidig, fein und wertvoll ist.
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Die Kokons
werden durch Heisswasserbäder aufgeweicht. Beim Abwickeln werden
die Enden der Fäden, die eine Länge von 3500 m aufweisen und von
denen bis zu 1200 m abgehaspelt werden können, von den
aufgeweichten Kokons zunächst durch Bürsten gelöst und die
Endlosfasern werden dann zu einem Mehrfachgarn (multifiles
Filamentgarn) zusammengeführt, bis die beabsichtigte Garnstärke mit
der gewünschten Festigkeit erreicht ist.
Ungefähr 7 bis 8 Fäden werden zum sogenannten Grége-Faden
vereinigt. Mehrere Grége-Fäden werden miteinander verzwirnt, bis
man eine gewünschte Garnstärke und damit auch eine bestimmte
Festigkeit erreicht hat.
Allgemeine Eigenschaften:
Seide ist elastisch und deshalb beinahe knitterfrei. Sie ist recht
reiss- und scheuerfest und somit sehr haltbar. Durch ein hohes
Feuchtigkeitsaufnahmevermögen (bis zu einem Drittel des
Gesamtgewichtes) ist sie für Tag- und Nachtwäsche von großer
Bedeutung. Seide ist temperaturausgleichend, aber nicht besonders
wärmend, da die Seidengarne wenig isolierende Luft einschließen und
somit ein geringes Wärmerückhaltevermögen besitzen.
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Leinen
Der Flachs wird in ca. 20 Ländern angebaut, sehr viel in
Frankreich, Belgien und Niederlande.
Die Leinenfasern werden aus dem Stängel der Flachspflanze gewonnen.
Der Flachs ist eine einjährige Pflanze und muss jedes Jahr neu
gesät werden.
Die Leinenfaser ist matt glänzend und glatt und schließt deswegen
wenig Luft ein. Ferner ist Leinen flusenfrei und wenig anfällig
gegen Schmutz und Bakterien. Die Leinenfaser ist von Natur
bakteriozid, fast antistatisch und schmutzabweisend.
Leinen nimmt bis zu 35% Luftfeuchtigkeit auf und tauscht diese
Feuchtigkeit auch schnell mit der Umgebungsluft aus, wirkt somit
kühlend, ist dennoch trocken. Deswegen wird Leinen gern für
Sommerbekleidung eingesetzt und eignet sich bei Bettwaren
vorzüglich als Sommerbettenfüllung.
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3) Daunenfüllungen für Betten
Daunen ist das Gefieder, das die Unterdecke vom Wassergeflügel
bildet. Es bestehend aus Büscheln von leichten, flauschigen
Filamenten, die aus einem schwach angedeuteten Daunenkern wachsen.
Allerdings ohne Schaft oder Fahne wie bei einer Feder.
Eine Daune sieht aus wie eine kleine Schneeflocke. Aus einem
kaum sichtbaren Kern wachsen dreidimensional strahlenförmig
seidenweiche Daunenbeinchen mit feinsten Verästelungen, die eine
Menge Luft speichern. Dieses kleine Gebilde wiegt nur 0,001 0,002
Gramm. Ein Kilogramm zählt ca. 250000 bis 400000 Daunen.
Daune werden von Gänsen und Enten gewonnen. In
der Regel sind Gänsedaunen größer und voluminöser und somit
qualitativ besser und haltbarer als Entendaunen. Es gibt aber auch
gute Entendaunen und die beste Daune, die Eiderdaune, stammt von
einer Ente.
Die Qualitätsunterschiede zwischen den Daunen
hängen von vielen Faktoren ab.
Entscheidend sind folgende Aspekte:
- Gänse- bzw. Entenrasse
- Haltungsbedingen der Gänse und
Enten
- Zugang zu Wasser
- Klimatische Bedingungen
- Alter der Gänse und Enten bei der
Daunengewinnung
- Methode der Daunengewinnung
Die beste Daune, die es gibt, ist die
Eiderdaunen. Die Eiderdaune stammt von der Eiderente (Somateria
mollissima), die ausschließlich in den Gebieten des Polarkreises
lebt, wo sie sich den harten Umweltbedingungen ausgezeichnet
angepasst hat. Die weibliche Eiderente ist dunkelbraun gefärbt, im
Gegensatz zum
Erpel, der ein schwarz-weißes Gefieder aufweist.
Jedes Jahr im Frühjahr versammeln sich die Eiderenten an den
küstennahen Brutplätzen. Die Eiderente zupft sich aus Ihrer Brust
Daunen, um für die Eier und
Später für die Entenküken ein kuscheliges
warmes Nest in der rauen Umgebung zu bauen. Einige Zeit nach dem
Schlüpfen der Entenküken werden die ausgefallenen und ausgezupften
Eiderdaunen eingesammelt, bevor sie vom Wind weggeweht
werden.
Klirrend kalte Polarwinde an
den Küstenregionen sorgen dafür, dass diese Meeresente eine Daune
entwickelt hat, die ihresgleichen sucht. Die Evolution hat in
dieser beißenden Kälte ein Wunderwerk an filligraner Daune
entwickelt.
Die Eiderdaune ist durch die
Verzahnung extrem klettig, d.h. die Daune hängt traubenförmig
zusammen, wodurch die Eiderdaune bei starken Wind besser im Nest
haftet. Die Daunenflocken speichern in unübertroffener Weise Wärme
und das bei geringstem Gewicht. Eiderdaunen sind wohl das wärmste
natürliche Füllmaterial.
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